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NRW: Aussteiger-Programm für jugendliche Clanmitglieder gestartet

Jugendliche im Fokus : NRW startet Aussteiger-Programm für Clanmitglieder

In fünf Städten in NRW will das Land jugendlichen Straftätern einen Weg anbieten, um aus Clanstrukturen auszubrechen. Die ersten elf Jugendlichen sind bereits ein Erfolg, denn sie nehmen freiwillig am Programm teil.

Das Land NRW hat ein Aussteigerprogramm für Angehörige krimineller Familienclans gestartet. Das nach Angaben des Innenministeriums bundesweit einmalige Projekt hat bereits elf Kinder und Jugendliche aus polizeibekannten Clans aufgenommen. Laut einem Bericht des Innenministeriums an den Landtag startete das Programm bereits am 1. April.

„Klassische Aussteigerprogramme funktionieren in diesem Bereich nicht; sie müssen "neu gedacht" werden“, heißt es in dem Bericht des Innenministeriums: „So gibt es zum Beispiel, anders als in extremistischen Bereichen, keine Einstiegsprozesse in Familienclans, an denen man präventiv ansetzen könnte, denn der Einstieg in den Clan ist in der Regel die Geburt.“ Das Programm fokussiere sich daher auf Kinder und junge Jugendliche, die mit ersten Straftaten auffällig wurden. Als Vorbild diene das Präventions-Projekt „Kurve kriegen“ für junge Straftäter.

An den fünf Standorten Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Recklinghausen seien dafür die „Kurve kriegen“-Teams um speziell für den Themenbereich Clankriminalität geeignete Fachkräfte erweitert worden. „Bisher konnten elf Kinder und Jugendliche aus polizeibekannten Clans in das Programm aufgenommen werden. Aufgrund der erst kurzen Teilnahmedauern sind derzeit noch keine belastbaren Aussagen zu Entwicklungen, Verläufen und insbesondere zur Nachhaltigkeit möglich“, so das Innenministerium.

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Ein erster Erfolg sei aber bereits die Teilnahme der Jugendlichen - denn die beruhe auf Freiwilligkeit und zeige, „dass Kinder und Eltern sich auf diese, für sie völlig neue Form der Herangehensweise, einlassen“.

(chal/dpa)