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NRW: 4500 Polizisten haben genehmigte Nebentätigkeit

Dolmetscher, Trainer oder Dozent : Rund 4500 NRW-Polizisten haben genehmigte Nebentätigkeit

Nach Angaben des Innenministeriums üben zurzeit 4496 Polizisten in NRW eine genehmigte Nebentätigkeit aus. Dabei handelt es sich um einen Höchstwert.

2009 waren es laut Ministerium noch 2810, 2018 noch 3869. Insgesamt gibt es rund 40.000 Polizisten in NRW. Damit hätte statistisch aktuell jeder achte einen Nebenjob. Den Anstieg der genehmigten Nebenjobs führt das Ministerium unter anderem auf den Anstieg bei Gesamtpersonal der NRW-Polizei zurück.

Wie das Innenministerium in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD im Landtag betonte, seien die Zahlen nur „grobe Richtwerte“. So führten die 50 Polizeibehörden des Landes verschiedene Statistiken und es könne auch zu Doppelzählungen gekommen sein. Nicht genehmigte Tätigkeiten seien nur 148 Mal in zehn Jahren auffällig geworden.

Eine Nebentätigkeit darf laut Ministerium pro Woche nur gut acht Stunden einnehmen - ein Fünftel der regulären Arbeitszeit. Die konkreten Jobs würden statistisch nicht erfasst, es sei aber ein „breites Spektrum“ genehmigt worden. „Häufig hat die Nebentätigkeit einen dienstlichen Bezug, so bei Gutachtern/Sachverständigen, Dolmetschern, Rollenspielern und Referenten/Dozenten in Ausbildungs- und Fortbildungseinrichtungen der Polizei“, hieß es in dem Bericht des Innenministeriums. Vielfach ginge es aber auch um ehrenamtliche Nebentätigkeiten wie Trainer einer Jugendmannschaft.

(mba/dpa)