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NRW: 17 neue Windkraftanlagen im ersten Quartal

Deutlich mehr als im Vorjahr : 17 neue Windkraftanlagen im ersten Quartal in NRW

17 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von zusammen rund 56 Megawatt sind in NRW im ersten Quartal in Betrieb genommen worden. Ein Vielfaches mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

Das geht aus vorläufigen Zahlen der Fachagentur Windenergie hervor. Sie liegen der Deutschen Presse-Agentur vor. Stillgelegt wurden keine Anlagen. Genehmigt wurden in NRW in dem Zeitraum demzufolge zudem weitere 27 Anlagen. Im ersten Quartal des vergangenen Jahres waren nur drei Anlagen dazugekommen, 2017 aber 32.

Bundesweit nahm der Zubau neuer Windräder an Land seit Jahresbeginn Fahrt auf. Das notwendige Tempo beim Ausbau auf dem Niveau früherer Jahre aber ist aus Branchensicht längst nicht erreicht. Im ersten Quartal wurden bundesweit 107 neue Windenergieanlagen in Betrieb genommen mit einer Gesamtleistung von 348 Megawatt - das war etwa 2,5 mal so viel wie im Vorjahresquartal.

Der Präsident des Bundesverbands Windenergie, Hermann Albers, sagte der dpa: „Wir sind weit weg von dem, was die Branche leisten könnte. Der energiewirtschaftlich und klimapolitisch viel zu geringe Zubau gefährdet die Ziele der Bundesregierung und führt direkt in die Ökostromlücke.“ Trotz Corona-Krise müsse jetzt gehandelt werden.

In Nordrhein-Westfalen waren im vergangenen Jahr noch 45 neue Windräder mit einer Leistung von zusammen 151 Megawatt in Betrieb gegangen. Das war nach Zahlen des Bundesverbands Windenergie (BWE) und der VDMA Power Systems, die im Januar bekannt wurden, der geringste Zubau seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000. Auf dem Höhepunkt des Windkraftausbaus im Jahr 2017 waren in NRW Anlagen mit einer Gesamtleistung von 870 Megawatt angeschaltet worden. Den Zahlen zufolge gib es in NRW knapp 3800 Windkraftanlagen mit einer Leistung von etwa 6000 Megawatt.

(eh/dpa)