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Öffentlicher Dienst: Neue Warnstreik-Welle: So trifft es die Region

Öffentlicher Dienst : Neue Warnstreik-Welle: So trifft es die Region

Die Gewerkschaft Verdi hat für kommenden Mittwoch zu neuen Warnstreiks in NRW aufgerufen. Diesmal soll der Ausstand noch deutlicher zu spüren sein als am vergangene Woche. Hier lesen Sie, wie der Streik die einzelnen Städte in der Region trifft.

Düsseldorf: In der NRW-Landeshauptstadt streiken unter anderem Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs, der Müllentsorgung, der Kindertagesstätten und viele anderer öffentlicher Dienstleistungsbereiche. Gustav Wilde, Verdi-Geschäftsführer für den Bezirk Düsseldorf, spricht von einem "großen Szenario". Nach Angaben der Rheinbahn werden Mittwoch alle rund 300 Straßenbahnen des Unternehmens still stehen. Von 400 Bussen werden nur 100 im Einsatz sein. 15 Linien sollen im Notbetrieb durch die Stadt pendeln Weitere Infos finden Sie hier.

Krefeld: Es streiken SWK und Westbus, Bus- und Straßenbahnverkehr kommen damit zum Erliegen. Die Müllabfuhr legt ebenfalls die Arbeit nieder. Die Schulen werden nachmittags und abends für Vereine nicht geöffnet sein. Mehr dazu hier.

Mönchengladbach: In Mönchengladbach fällt am Mittwoch der gesamte Busverkehr aus - mit einer Ausnahme: Der Shuttle-Bus zum Pokal-Spiel von Borussia Mönchengladbach im Stadion fährt. Auswirkungen hat der Streik auch auf den Badbetrieb. So bleiben Mittwoch sowohl das Vitusbad in Mönchengladbach als auch das Schlossbad in Wickrath geschlossen. Mehr dazu hier.

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Duisburg: In Duisburg soll es am Mittwoch eine Kundgebung auf dem Burgplatz geben. Zuvor ziehen zwei Demonstrationszüge durch die Stadt. Die Gewerkschaft Verdi rechnet mit bis zu 10.000 Teilnehmern. Busse und Bahnen sollen am Mittwoch in Duisburg stillstehen, Zum Streik aufgerufen sind auch Beschäftigte der Stadt Duisburg, der Kindertagsstätten, Jocbcenter, Sparkassen, der Bundesagentur für Arbeit, der Studentenwerke Duisburg-Essen, der Wasser-und Schifffahrtsgesellschaft des Bundes, der Wohnungsbaugesellschaft Gebag und der Autobahnmeisterei. Mehr dazu hier.

Köln: Der Streik bei den Kölner Verkehrsbetrieben dürfte den öffentlichen Nahverkehr in der Domstadt zum Erliegen bringen. Die meisten der 225 städtischen Kitas bleiben geschlossen. Drei Demonstrationszüge sollen durch die Stadt ziehen, um 11 Uhr gibt es eine Kundgebung aus dem Heumarkt. Dazu erwartet Verdi über 10.000 Menschen. Einer der Züge zieht gegen 10 Uhr über die Deutzer Brücke, hier ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Leverkusen: Von 6 bis 21.30 Uhr streiken die Mitarbeiter des Klinikums. In dem Krankenhaus wird es einen Notfallplan geben, sagt Betriebsrat Wolfgang Stückle. Mehr dazu hier. Auch die Busfahrer im öffentlichen Nahverkehr streiken am Mittwoch wieder.

Remscheid: Die Busse der Stadtwerke Remscheid werden Mittwoch ab 2 Uhr nicht fahren. Über den ganzen Tag wird keine Buslinie im Einsatz sein und auch kein Schulbusverkehr stattfinden. Auch beim städtischen Energie-Tochterunternehmen EWR wird gestreikt. Die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Wärme ist jedoch gesichert. Auch die Notrufnummern für Störungsmeldungen in den Bereichen Strom, Gas, Wasser und Wärme sind immer aktiv. Mehr dazu hier.

Solingen: In Solingen waren bereits vergangenen Mittwoch 1200 Mitarbeiter der Stadt und der technischen Tochterunternehmen. Diesmal sollen noch mehr Beschäftigte streiken. Unter anderem werden das Rathaus und der Busverkehr betroffen sein.

Rhein-Kreis Neuss: Der zweite Warnstreik-Tag in NRW am Mittwoch wird im Rhein-Kreis Neuss vor allem die Pendler treffen. Neben der Düsseldorfer Rheinbahn werden diesmal auch die Stadtwerke Neuss und die Westbus bestreikt. Mehr dazu hier

Hier geht es zur Infostrecke: Fragen und Antworten zum Verdi-Streik 2012

(jco)