Neue Schadsoftware - Trojaner kommt per Mail als "Bewerbung"

Cyber-Attacken in NRW: Neue Schadsoftware - Trojaner kommt per Mail als "Bewerbung"

Das "Cybercrime-Kompetenzzentrum" warnt vor der Verbreitung einer neuen Software, die das gesamte Computersystem eines Unternehmens lahmlegen kann. Gezielt werden "Bewerbungen" per E-Mail an Unternehmen gesendet.

Wie das Landeskriminalamt von Nordrhein Westfalen mitteilte, greift eine neue Ransomware um sich. Dabei handelt es sich meist um Trojaner, also Schadprogramme, die das gesamte Computersystem eines Unternehmens lahmlegen können. Für die Entschlüsselung muss man sich erst "frei kaufen".

Bei der neuen Schadsoftware handelt es sich um Bewerbungen, die persönlich adressiert sind, in weitgehend fehlerfreier deutscher Sprache geschrieben sind und einen Link zu einer "Dropbox" enthalten. Darüber sollen angeblich weitere Bewerbungsunterlagen heruntergeladen werden.

Mit dem Herunterladen wird die Schadsoftware "Petya" unbemerkt nachgeladen und die Daten auf den Systemen der Unternehmen werden verschlüsselt. Dann werden die Betroffenen zur Entschlüsselung Ihrer Daten zu einer Zahlung aufgefordert. Bereits im Februar 2016 wurde das Lukaskrankenhaus in Neuss Opfer einer solchen Cyber-Attacke.

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Das Cybercrime-Kompetenzzentrum des LKA rät, dass man die Betriebssysteme, Anwendungsprogramme und die Antivirenprogramme stets aktuell zu halten. Es sollte keine Dateianhänge mit unbekannter Herkunft geöffnet werden. Sollte es doch zu einem "Schaden" kommen, so sollte sofort Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

Auf keinen Fall sollte man den Zahlungsaufforderungen nachkommen, da nicht sicher ist, dass die Täter die Daten dann auch tatsächlich wieder entschlüsseln. Zu dem sollte kein Kontakt zu den Tätern aufgenommen werden.

(skr)