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Nebel: Wie ensteht er? Was müssen Autofahrer beachten?

Fakten zum Nebel : Warum es morgens aktuell häufig neblig ist – und was Autofahrer beachten sollten

In diesen Tagen zeigt sich der Herbst gerade morgens von seiner nebligen Seite. Wie kommt es zu dem Wetterphänomen? Wie sind die Aussichten für die nächsten Tage? Und was müssen Verkehrsteilnehmer beachten? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Woher der viele Nebel aktuell kommt

Verschiedene Faktoren begünstigen die Entstehung von Nebel, erklärt David Bötzel, Meterologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Nordhrein-Westfalen. Dazu gehöre eine Hochdrucklage, wenig Wind, keine Bewölkung und Feuchtigkeit in Bodennähe. „Aktuell liegen wir im Einfluss einer Hochdruckzone, die von den britischen Inseln in Richtung Festland-Europa zieht und auch die restlichen Umstände stimmen“, sagt Bötzel mit Blick auf die Wetterlage. Er weist darauf hin, dass man auf Satellitenbildern sehen könne, dass sich gerade in Flusstälern der Nebel aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit besonders lange und zäh halten könne.

Bötzel wirft auch einen Blick auf die kommenden Tage. Zwar bleibe der Hochdruck erhalten, doch die Bewölkung werde zunehmen, sagt der Meteorologe. Daher sei die Wolkendecke gerade im Rheingebiet vermutlich zu dicht, um eine starke Nebelbildung zu begünstigen.

In den kommenden Monaten werde es öfter zu Nebel am frühen Morgen kommen. Wie stark dieser ausgebildet sein werde, hänge von den oben genannten Faktoren ab.

Was Sie im Verkehr beachten sollten

Wichtig ist für Autofahrer bei Nebel vor allem das Abstandhalten. Als Faustregel gilt hier: Mindestabstand gleich Geschwindigkeit. Bei Tempo 50 sollte also mindestens 50 Meter Abstand zu den anderen Fahrzeugen bestehen. Gerade bei wenig Sicht sollten sich die Fahrer am rechten Fahrbahnrand und den Leitpfosten orientieren, damit sie nicht auf die Gegenfahrbahn geraten. Auf zweispurigen Landstraßen sind Überholmanöver tabu. Sinnvoll ist es, auch tagsüber mit Abblendlicht zu fahren, rät der ADAC – Fernlicht sollte man jedoch nicht verwenden, es verschlechtert die Sicht zusätzlich. Spezielle Nebelscheinwerfer können hilfreich sein. Hier gibt es keine feste Grenze wie bei der Schlussleuchte. Diese dürfen erst dann eingeschaltet werden, wenn die Sichtweite unter 50 Metern liegt. Dann gilt es auch, die Geschwindigkeit herunterzufahren, 50 km/h sind dann angemessen.

 Autos sind im Nebel unterwegs (Symbolfoto).
Autos sind im Nebel unterwegs (Symbolfoto). Foto: dpa-tmn/Tobias Hase

Auch Radfahrer sollten auf sich achten und sich mit zusätzlichen Reflektoren oder Blinklichtern ausstatten, etwa an der Kleidung, um besser gesehen zu werden. Sie sollten ebenfalls die Geschwindigkeit anpassen und entsprechend früh losfahren.

Fußgänger müssen besonders beim Überqueren der Straße besonders vorsichtig sein. Bei schlechter Sicht durch Nebel werden sie häufig zu spät gesehen, was zu folgenschweren Unfällen führen kann. Helle Kleidung oder Reflektoren – insbesondere für Jogger – können hier die Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer erhöhen.