Nahverkehr in Köln und Duisburg am schlechtesten - Bonn vorn

Studie : Nahverkehr in Köln und Duisburg am schlechtesten

Im bundesweiten Vergleich des Nahverkehrsangebots von deutschen Großstädten schneiden Köln und Duisburg am schlechtesten ab. Weit vorne liegt das Angebot in Bonn.

Das geht aus einer Auswertung von Fahrplandaten zur Anbindung an Bus und Bahn in mehr als 50 Städten durch das Beratungsunternehmen Civity hervor, welche die Wochenzeitung "Die Zeit" am Mittwoch veröffentlichte. Besonders gut sei das Angebot demnach auch in Dresden und Würzburg.

Für die Analyse zählte Civity den Angaben zufolge in jeder Stadt die Abfahrten aller Busse und Bahnen von allen Haltestellen zusammen und teilte diese Summe durch die Zahl der Einwohner. Die Werte zeigen demnach unter anderem, wie dicht das Nahverkehrsnetz ist und wie häufig Busse und Bahnen fahren. In Dresden gebe es zum Beispiel doppelt so viele Haltestellenabfahrten pro Einwohner wie in Köln.

"Die Höhe der Unterschiede lässt sich nicht logisch, fachlich oder geografisch erklären", sagte Civity-Geschäftsführer Stefan Weigele. Diese seien häufig das "Ergebnis eines fehlenden verkehrspolitischen Gesamtkonzepts und politischer Einflussnahme" auf die Verkehrsunternehmen.

Die Untersuchung zeigte laut "Zeit" auch, dass Städte den Autoverkehr begünstigen. Während Ticketpreise für Bus und Bahn in den vergangenen zehn Jahren in elf großen deutschen Städten wie beispielsweise Berlin, München, Hamburg oder Köln um 30 Prozent stiegen, legten die Parkgebühren nur um zwölf Prozent zu. Inflationsbereinigt sei es sogar billiger geworden, in den Innenstädten zu parken.

(lsa/AFP)
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