Debatte nach Übergriffen Politik will Kita-Kräfte beim Kinderschutz besser schulen

Düsseldorf · Nach den mutmaßlichen sexuellen Übergriffen in einer Kita im Ruhrgebiet wird in der Politik darüber diskutiert, wie Erzieher für solche Fälle gewappnet sind. Während CDU und Grüne auf bereitgestellte Mittel für Fortbildungen verweisen, will die SPD das Thema direkt in der Ausbildung verankern.

 Politiker in NRW wollen sich für eine bessere Schulung von Kita-Fachkräften hinsichtlich des Umgangs mit sexualisierter Gewalt einsetzen. (Symbolbild)

Politiker in NRW wollen sich für eine bessere Schulung von Kita-Fachkräften hinsichtlich des Umgangs mit sexualisierter Gewalt einsetzen. (Symbolbild)

Foto: dpa/Uwe Anspach

Bei der Aufarbeitung der mutmaßlichen sexuellen Übergriffe in einer Kita im Ruhrgebiet geht es unter anderem auch um die Frage, inwieweit Erzieherinnen und Erzieher in ihrer Ausbildung überhaupt auf solche Fälle vorbereitet werden. Die Diplom-Pädagogin Ulli Freund hatte gegenüber unserer Redaktion erklärt, dass die meisten Erzieher in Deutschland ihre Ausbildung absolvieren, ohne mit dem Thema überhaupt in Kontakt gekommen zu sein. „Ich würde sagen, dass von den jüngeren Erziehern nur etwa zehn Prozent von dem Thema während der Ausbildung etwas gehört haben, die älteren nie“, sagte Freund. In dem betreffenden Fall behaupten mehrere Eltern, dass insgesamt 15 Kindern in der Kita sexualisierte Gewalt durch andere Kinder widerfahren ist.