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Mutmaßliche IS-Terroristin aus Bochum im September vor Gericht

Wegen Kriegsverbrechen angeklagt : Mutmaßliche IS-Terroristin aus Bochum im September vor Gericht

Vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht muss sich vom 10. September an eine mutmaßliche IS-Terroristin aus Bochum verantworten. Der 27-jährigen Deutschen werden unter anderem Kriegsverbrechen vorgeworfen.

Die Anklage der Bundesanwaltschaft gegen die Frau lautet auf Kriegsverbrechen und Verstöße gegen das Kriegswaffengesetz. Die 27-Jährige soll im Februar 2014 nach Syrien gereist sein und sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben. Noch am Tag ihrer Einreise soll sie einen IS-Kämpfer geheiratet haben, zu dem sie über das Internet Kontakt geknüpft hatte.

Mit ihm und dem gemeinsamen Kind soll sie in Syrien und im Irak in verschiedenen ihr vom IS zugewiesenen Wohnungen gelebt haben, deren Bewohner vor dem IS geflohen waren. Zeitweilig soll sie auch Zweitfrau eines höherrangigen IS-Mitglieds gewesen sein.

Laut Anklage wurde sie im Umgang mit Kriegswaffen ausgebildet und trug zeitweilig einen Sprengstoffgürtel. Solche Gürtel soll sie anderen deutschsprachigen Frauen zum Kauf angeboten haben. Im Februar 2017 sei sie an der Grenze zur Türkei festgenommen worden und dort in Abschiebehaft gekommen. Zurück in Deutschland sei sie seit August 2017. Das Gericht hat für den Prozess bis Mitte Dezember zunächst zwölf Verhandlungstage angesetzt.

(kess/dpa)