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Münster: Junge will auf katholische Grundschule - scheitert vor Gericht

Beschluss am OVG Münster : Junge will auf katholische Grundschule - scheitert vor Gericht

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat den Antrag eines konfessionslosen Jungen abgelehnt. Er wolle einen Platz an einer katholischen Grundschule. Einen Gleichbehandlungsanspruch habe er in diesem Fall aber nicht.

Bei der Aufnahme in eine katholische Grundschule haben katholische Kinder Vorrang. Das stellte das Oberverwaltungsgericht in Münster am Mittwoch erneut klar und wies die Beschwerde eines konfessionslosen Jungen aus Datteln zurück. Dieser hatte schon erfolglos vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen beantragt, das Land NRW solle verpflichtet werden, ihn zum kommenden Schuljahr 2021/2022 vorläufig in eine städtische katholische Bekenntnisgrundschule aufzunehmen. Das OVG bekräftigte nun, der in der Landesverfassung eingeräumte Vorrang von bekenntnisangehörigen Kindern beim Zugang zu öffentlichen Bekenntnisschulen sei mit dem Grundgesetz vereinbar.

Einen Gleichbehandlungsanspruch habe der Junge in diesem Fall nicht. Die Bevorzugung von bekenntnisangehörigen Schülern sei gerechtfertigt bei der Aufnahme in eine öffentliche Bekenntnisschule, so wie im konkreten Fall der katholischen Grundschule. In der Begründung aus Münster hieß es weiter, es bestehe kein Verstoß gegen das grundgesetzliche Verbot einer Benachteiligung wegen des Glaubens oder der religiösen Anschauung. Ein OVG-Sprecher ergänzte, der Vorrang sei ebenso gegeben im Falle anderer religiöser Bekenntnisse, also etwa bei Aufnahme evangelischer Schüler in eine evangelische Schule. Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

(chal/dpa)