Morde in Hille: Familie eines Opfers von Trittbrettfahrern erpresst

Leiche in Hille gefunden: Familie eines Opfers von Trittbrettfahrern erpresst

In Hille in Ostwestfalen wurden drei Leichen entdeckt. Die Familie eines der Opfer wurde laut Polizei erpresst. Zwei Männer sollen behauptet haben, den Mann in ihrer Gewalt zu haben.

Anfang März hätten zwei Männer vorgespiegelt, der 30-Jährige sei in ihrer Gewalt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Trittbrettfahrer hätten von der Familie 45.000 Euro erpressen wollen. Über den Erpressungsversuch hatten zuvor mehrere Medien berichtet. Der 30-Jährige ist tot. Jörg W., der ihn mit einem Hammer erschlagen haben soll, sitzt in Untersuchungshaft. W. wird mit dem Tod von drei Menschen in Verbindung gebracht.

Am Mittwoch der vergangenen Woche (7. März) hatten sich die beiden 22 Jahre alten Männer freiwillig der Polizei gestellt. Dabei gaben sie an, sie hätten aus Geldnot gehandelt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter. Die beiden 22-Jährigen hätten in sozialen Netzwerken von dem Verschwinden des 30-Jährigen erfahren und die Lösegeldsumme gefordert. Zwar sei es zu einem Treffen mit der Familie gekommen. Geld sei aber nicht geflossen.

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Am 4. März hatte die Familie des 30-Jährigen aus Stadthagen (Niedersachsen) den jungen Mann als vermisst gemeldet. Wie sich in den vergangenen Tagen herausstellte, war der Mann laut Polizei bei einem Treffen mit Jörg W. in Hille (NRW) von diesem erschlagen worden. Der 51-Jährige hat nach Polizeiangaben ein Geständnis abgelegt.

Die beiden mutmaßlichen Erpresser sind Freunde und kommen aus der Region rund um Bielefeld. Genauere Angaben zum Wohnort wollte die Staatsanwaltschaft nicht machen.

(sef/dpa)