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Morde in Düsseldorf und Aachen: Gericht spricht verurteilten Mörder erneut schuldig

Morde in Düsseldorf und Aachen : Gericht spricht verurteilten Mörder erneut schuldig

Vor neun Jahren verschwand ein Mann unter mysteriösen Umständen in Berlin - nun ist ein vorbestrafter Gewalttäter von einem Gericht des Totschlags schuldig gesprochen worden.

Der 44-Jährige wurde zu fünf Jahren und sieben Monaten Haft verurteilt. Zugleich ordnete das Berliner Landgericht anschließende Sicherungsverwahrung an. Von dem Mann gehe eine große Gefahr aus, begründeten die Richter am Freitag.

Der Angeklagte habe seinen Bekannten im April 2009 in dessen Wohnung in Berlin-Wedding nach einem Streit mit einem Gegenstand erschlagen, hieß es weiter im Urteil. Die Polizei habe später „sehr viel mehr Blut entdeckt als bei Haushaltsverletzungen üblich“. Fingerabdrücke und Fußspuren des Angeklagten seien sichergestellt worden. Ein Zeuge habe den 44-Jährigen zudem aus der Wohnung des Geschädigten kommen sehen. Nach der Tat habe der Angeklagte die Leiche verschwinden lassen. „Vermutlich warf er sie in einen Müllcontainer“, hieß es. Die Leiche des damals 45 Jahre alten Mannes wurde bis heute nicht gefunden.

Anfang 1991 hatte der Angeklagte ein siebenjähriges Mädchen in einem Treppenhaus in einer Hochhaussiedlung bei Aachen in einen Keller verschleppt, missbraucht und getötet. Gegen ihn wurde wegen Mordes eine Jugendstrafe von sieben Jahren verhängt. Derzeit verbüßt der Angeklagte in NRW eine Haftstrafe von 15 Jahren wegen Totschlags an einer 52-jährigen Frau in Düsseldorf. Er hatte sie im Juli 2010 mit 38 Messerstichen umgebracht.

(mba/dpa)