Mondfinsternis Juli 2018 in NRW: Tipps fürs Fotografieren und Co.

Last-Minute-Tipps : So erleben Sie heute eine perfekte Mondfinsternis

Ein seltenes astronomisches Spektakel spielt sich Freitag am Abendhimmel ab. Brauche ich dafür eine Brille? Kann ich die Mondfinsternis fotografieren? Die wichtigsten Fragen und Antworten gibt es hier.

Laut Astronomen handelt es sich bei der Mondfinsternis um die längste im 21. Jahrhundert. Erst im Jahr 2123 wird sich das Ereignis in dieser Länge wiederholen.

Was passiert bei der Mondfinsternis?

Wenn sich die Erde genau zwischen Sonne und Mond schiebt und sich der Mond im Erdschatten befindet, spricht man von einer totalen Mondfinsternis. Der Mond taucht dabei in den Schatten ein, den die von der Sonne angestrahlte Erde in den Weltraum wirft. Das Sonnenlicht besteht aus verschieden Lichtfarben. Trifft es auf die Lufthülle der Erde, wird viel Licht abgelenkt und etwa vom Staub verschluckt. Rotes Licht fällt dann auf den Mond. Deswegen spricht man auch von einem „Blutmond“.

Wann geht es los und wie lange dauert das Spektakel?

Wer den Mond am Himmel beobachten will, muss bis nach Sonnenuntergang warten. Je nach Ort ist das zwischen 21 Uhr und 21.30 Uhr. In Düsseldorf geht der Mond zum Beispiel um 21.19 Uhr auf, die Finsternis beginnt dort um 21.30 Uhr. Die Mondfinsternis ist diesmal besonders lang: Eine Stunde und 44 Minuten bewegt sich der Mond im Schatten der Erde. Die Mitte der Mondfinsternis ist um 22.22 Uhr – dann ist der Mond maximal verdunkelt.

Wo sehe ich das Spektakel am Besten?

Der Mond befindet sich tief über dem Südosthorizont. Wer nicht weiß, in welche Richtung er schauen sollte, nimmt einfach einen Kompass zur Hand. Das Instrument zur Bestimmung der Himmelsrichtung ist meist auf vielen Handys als App installiert. Am besten verfolgt man das Spektakel möglichst frei von Lichtquellen. Wer in der Innenstadt wohnt, sollte sich möglichst eine größere freie Fläche suchen, einen weitläufigen Park zum Beispiel. Zum Beobachten reicht laut Experten ein kleines Fernglas bereits aus. Aber bei guter Sicht, und am Freitagabend soll der Himmel wolkenfrei über NRW bleiben, sieht man das Ereignis auch ohne Hilfsmittel. Weitere Infos zu anderen Orten finden Sie hier.

Benötige ich eine Schutzbrille?

Anders als bei einer Sonnenfinsternis, blickt man nicht direkt in die Sonne, sodass Augen durch starkes IR-, oder UV-Licht Schaden nehmen könnten. Bei der Mondfinsternis ist also keine Schutzbrille nötig.

Kann ich den Blutmond mit dem Handy fotografieren?

Wer das Spektakel mit dem Handy festhalten möchte, der sollte unbedingt den Nachtaufnahme-Modus und den Bildstabilisator aktivieren und keinen Blitz nutzen. Generell gilt aber: da durch starkes Zoomen die Qualität in der Regel verloren geht, gelingen Bilder besser mit einer Spiegelreflex oder Systemkamera. Zur Mitte der totalen Mondfinsternis ist der Mars etwa sechs Grad südlich des Mondes zu erkennen, direkt über dem Horizont. Dann könne man versuchen, beide zusammen zu fotografieren. Weitere Tipps für gute Fotos von der Mondfinsternis finden Sie hier.

Mit Agenturmaterial von dpa.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Mondfinsternis über Europa

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