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Mögliche Bombenentschärfung in Wuppertal am Donnerstag

Untersuchung am Donnerstag : Verdacht auf Blindgänger in Wuppertal

Bei Kanalarbeiten ist in der vergangenen Woche ein Bagger in Wuppertal auf einen metallenen Gegenstand gestoßen. Es könnte sich um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handeln. Am Donnerstag soll die Fundstelle vom Kampfmittelräumdienst untersucht werden.

Ein Bohrkopf war laut Stadt bei Arbeiten der Wuppertaler Stadtwerke in der Schlossbleiche in fünf Metern Tiefe auf das Metall gestoßen. Man könne nicht ausschließen, dass es sich um eine Fliegerbombe handele. Die Stadt bereitet daher vorsorglich eine Evakuierung der umliegenden Häuser vor.

Bereits am Dienstag werden Bewohner, Geschäfte und Arztpraxen im direkten Umfeld der Fundstelle per Handzettel vom Ordnungsamt über die Vorgänge informiert. Am Donnerstag will der Kampfmittelräumdienst die Fundstelle freilegen und untersuchen, ob es sich um einen Blindgänger handelt.

Handelt es sich um eine Fliegerbombe, werde am Donnerstag sofort die Evakuierung des betroffenen Innenstadtbereiches eingeleitet. Alle Verkehrsverbindungen in den betroffenen Bereich werden dann umgehend gesperrt. In einem Radius von 250 Metern um den Fundort in der Schlossbleiche dürfen sich während der Entschärfung keine Menschen aufhalten, teilte die Stadt mit. In dem Bereich wohnen demnach rund 450 Menschen. Als Anlaufstelle für alle Anwohner und die Mitarbeiter von Geschäften und Einrichtungen soll im Fall des Falles die Sporthalle Gathe. Für Bewohner und Pflegedienste, die Unterstützung durch die Feuerwehr benötigen, werden Patiententransportkapazitäten bereitgestellt.

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In einem Radius von weiteren 250 Metern bis 500 Metern um die Fundstelle darf sich während einer Entschärfung niemand im Freien aufhalten. Die Entschärfung solle voraussichtlich in den frühen Abendstunden stattfinden.

Mit der Dialysepraxis, Schulen, Kitas und Senioreneinrichtungen im betroffenen Bereich hat das Ordnungsamt laut Stadt Wuppertal bereits im Vorfeld Kontakt aufgenommen. Das St. Josef-Krankenhaus in der Bergstraße liegt am Rande des 500-Meter-Radius und ist von einer möglichen Evakuierung nicht betroffen.

Während einer Entschärfung müsste auch der Öffentliche Personennahverkehr stillstehen. Betroffen wären die Schwebebahn sowie alle Buslinien, die den betroffenen Bereich passieren sowie die Züge der Deutschen Bahn. Autofahrer müssten mit Verkehrsbehinderungen rechnen.

Weitere Informationen bekommen Anwohner auch über das Bergische Service-Center unter der Telefonnummer 563-0.

(lsa)