Burbach: Misshandelter Flüchtling seit Mai in U-Haft

Burbach : Misshandelter Flüchtling seit Mai in U-Haft

Eines der Misshandlungsofper aus dem Asylbewerberheim in Burbach wird sich bald wegen Diebstahls vor Gericht verantworten müssen. Der 18-jährige Algerier Karim M. ist angeklagt, Ende Mai mit einem Landsmann in ein Juweliergeschäft in Iserlohn eingebrochen zu sein.

Nach Informationen von Spiegel Online sitzen Karim M. und sein 32-jähriger Mittäter derzeit in Untersuchungshaft. M. ist der Flüchtling, dessen Misshandlung durch die Wachleute des Asylheims im Siegerland auf einem Video festgehalten wurde. Das Video dokumentiert, wie die Wachleute den Asylbewerber auffordern, sich in sein Erbrochenes zu legen. Zuvor soll M. außerdem geschlagen worden sein.

Ende Mai stieg M. laut Anklage zusammen mit seinem Komplizen in das Juweliergeschäft ein. Im Keller des Hauses verschafften sich die Männer Zugang, indem sie ein Loch in die Decke brachen. Wenig später lösten sie jedoch den Alarm aus. Als die Polzei anrückte, ergriffen sie die Flucht, wurden jedoch schnell gefasst. Der Termin für das Strafverfahren vor dem Jugendschöffengericht steht noch nicht fest.

Einer der Wachmänner, die den Algerier misshandelt hatten, erklärte, dass Karim M. am besagten Abend unter Alkoholeinfluss randaliert hatte. Er habe sich übergeben müssen und das Personal mit Glasscherben angegriffen. Nach einigen Stunden seien die Wachleute handgreiflich geworden. Wenig später sei das Video entstanden.

Den Schilderungen des Wachmanns zufolge, habe sich Karim M. am Folgetag für sein Verhalten entschuldigt. In dem Burbacher Flüchtlingsheim herrsche striktes Alkoholverbot. Allerdings berichten Bewohner und ehemalige Angestellte, dass dort regelmäßig viel getrunken wird.

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