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Missbrauchsfall Münster: Chef der Wirtschaftsförderung freigestellt

Missbrauchsfall Münster : Chef der Wirtschaftsförderung wegen Nähe zu Angeklagtem freigestellt

Wegen zu großer Nähe zum Hauptangeklagten im Missbrauchsfall von Münster hat der Rat der Stadt den Chef der Wirtschaftsförderung seines Amtes enthoben. Strafrechtlich relevante Vorwürfe soll es aber bislang nicht geben.

Der Chef der Wirtschaftsförderung Münster, Thomas Robbers, ist am Montagabend per Dringlichkeitsentscheidung des Stadtrates von seinem Amt entbunden worden. Er soll eine zu große Nähe zum Hauptangeklagten im aktuellen Missbrauchsfall haben. Strafrechtlich relevante Vorwürfe soll es ihm gegenüber aber bislang nicht geben. Die „Westfälischen Nachrichten“ und der WDR hatten zuvor berichtet.

Robbers soll dem 27-jährigen Angeklagten eine Ferienwohnung in Belgien mehrfach zur Verfügung gestellt haben. Auch dessen Mutter und eines der Opfer, ein zehnjähriger Stiefsohn des Hauptverdächtigen, sollen sich in der Wohnung aufgehalten haben.

Anfang Juni wurde gegen den Hauptangeklagten und sieben weitere Beschuldigte Untersuchungshaft angeordnet, darunter eine Frau. Drei Kinder im Alter von fünf, zehn und zwölf Jahren wurden als Opfer identifiziert. Sie kommen den Ermittlern zufolge aus Münster, Staufenberg und Kassel.

(chal)