Minden: Mehr als acht Jahre Haft für Auto-Attacke auf Fußgängerin gefordert

Fußgängerin in Minden angefahren: Mehr als acht Jahre Haft für tödliche Auto-Attacke gefordert

Für die tödliche Auto-Attacke auf eine Fußgängerin in Minden soll der Angeklagte nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für acht Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Die Anklage wirft ihm Mord vor.

In seinem Plädoyer hat der Staatsanwalt am Donnerstag strafmildernd eine verminderte Schuldfähigkeit des 57-Jährigen genannt und die Unterbringung in der Psychiatrie gefordert. Ein psychiatrischer Gutachter hatte im Prozess am Bielefelder Landgericht dem frühpensionierten Lehrer krankhafte Wahnvorstellungen bescheinigt. Der Verteidiger des Deutschen dagegen sprach sich für eine Verurteilung wegen Totschlags aus, ohne einen Strafrahmen zu nennen. Das Gericht wollte am Donnerstagnachmittag ein Urteil verkünden.

In einem ausführlichen Geständnis hatte der 57-Jährige aus Minden geschildert, wie er im Dezember 2017 eine ihm unbekannte Fußgängerin (53) mit Auto attackiert hatte. Sie war im März 2018 im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen gestorben. Als Motiv hatte der psychisch und körperlich Kranke Wut- und Rachegefühlen gegen eine angebliche Strahlenmafia angegeben. Unbekannte Menschen hätten ihn jahrelang bestrahlt und bei ihm eine unheilbare Krebserkrankung ausgelöst.

(top/dpa)
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