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Mercedes und Ford: NRW-Polizei erhält neue Dienstfahrzeuge

Van und Kleinbus : NRW-Polizei bekommt 2200 neue Autos

Neue mobile Vielfalt bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen: Statt auf einen Standard-Streifenwagen setzt man künftig auf zwei Modelle. Beide sind deutlich größer als ihr Vorgänger.

Für rund 116 Millionen Euro bekommt die nordrhein-westfälische Polizei einen neuen Fuhrpark. Bei den neuen Autos handelt es sich um die Modelle Ford S-Max (Van) und Mercedes-Benz Vito (Kleinbus). Bis Mitte kommenden Jahres sollen die neuen 2200 Fahrzeuge nach und nach gegen die alten BMWs (318 Touring) ausgetauscht werden. Die ersten neuen Autos sollen die Polizeipräsidien in Duisburg und im Märkischen Kreis bekommen.

Mit den neuen Streifenwagen seien die Polizisten angemessen ausgestattet, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). Man habe sich diesmal für zwei Modelle entschieden, weil es den einen perfekten Streifenwagen nicht gebe, so Reul. Polizisten in der Stadt stellten andere Ansprüche an einen Dienstwagen als ihre Kollegen auf dem Land. „Deshalb sind wir bei der Wahl des Fahrzeugs diesen neuen Weg gegangen und haben zwei Typen gekauft, die sich gegenseitig ergänzen“, erklärte der Innenminister.

Die neuen Fahrzeuge, die anders als die Vorgänger-BMWs gekauft und nicht geleast worden sind, ließen lange auf sich warten. Fast zweieinhalb Jahre benötigten die Hersteller, um alle Forderungen der Polizei an die Autos zu erfüllen. Insbesondere die Unterbringung des umfangreichen polizeilichen Equipments in den Fahrzeugen bereitete Probleme. So musste Platz gefunden werden für die neuen Helme und Maschinenpistolen, die immer mit an Bord sein müssen.

Von den 2200 neuen Streifenwagen entfällt ein Drittel auf den Ford S-Max, ein weiteres Drittel auf den Mercedes Vito. Beim restlichen Drittel können die 47 Kreispolizeibehörden in NRW selber entscheiden, welches der beiden neuen Fahrzeuge vor Ort genutzt werden soll. „Wir lassen die Polizisten selbst wählen, was sie für einen Wagen haben wollen“, so Reul. Beim BMW war das offenbar nicht der Fall gewesen. Dieser wurde von vielen Polizisten als zu klein kritisiert.

Parallel zu den rund 2200 neuen Streifenwagen erhält die Polizei in NRW in den kommenden drei Jahren zudem rund 900 neue Zivilfahrzeuge. Dabei ist eine besonders große Typenvielfallt vorgesehen, um die Zivilfahrzeuge der Polizei nicht sofort erkennbar zu machen. „Es ist gut, dass auch der zivile Fahrzeugpark, der vor allem von der Kripo genutzt wird, in den nächsten Jahren runderneuert wird, damit die Polizei in allen Arbeitsbereichen über gute Autos verfügt, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen“ sagte Michael Mertens, NRW-Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Diese Autos testete die NRW-Polizei als Dienstwagen