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Meldestelle für Antisemitismus plant drei Standorte in NRW

Düsseldorf, Dortmund, Köln : Meldestelle für Antisemitismus plant drei Standorte in NRW

In drei großen Städten in NRW sollen Standorte für die geplanten Meldestellen für antisemitische Vorfälle entstehen. Beschlossen wurden diese Anlaufpunkte vom Landtag im Kampf gegen Judenfeindlichkeit.

Die geplante Meldestelle für antisemitische Vorfälle in NRW soll drei Standorte im Land bekommen. Momentan laufe die Stellenbesetzung für die Sitze in Düsseldorf, Dortmund und Köln, wie Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) in einem Bericht für den Hauptausschuss erklärte. Demnach wird die Landeshauptstadt, in der sich die größte jüdische Gemeinde in NRW befinde, zum Hauptsitz der Meldestelle. In Köln und Dortmund werden Außenstellen eingerichtet.

Im Kampf gegen Judenfeindlichkeit hatte der Düsseldorfer Landtag im vergangenen September beschlossen, eine zentrale Meldestelle für Antisemitismus einzurichten. Vor rund einem Monat kündigte das Land NRW an, diese nun aufzubauen. „Antisemitismus ist ein schleichendes Gift. Ressentiments und Hass werden von unserer Landesregierung nicht toleriert“, hatte der Integrationsminister gesagt.

Künftig sollen Vorfälle „auch unterhalb der Strafbarkeitsgrenze“ erfasst, analysiert und dokumentiert werden. Der Trägerverein sei bis Ende Juni 2022 der Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein.

(chal/dpa)