Mehr Polizisten mit Migrationshintergrund in NRW

Seit 2009 : Mehr Polizisten mit Migrationshintergrund in NRW

Die Zahl der Polizisten in NRW mit Migrationshintergrund ist laut einer Umfrage seit 2009 stark gestiegen. Im Vergleich zu den Menschen aus Einwandererfamilien, die insgesamt im Land leben, ist der Anteil dennoch niedrig.

Laut der Umfrage des Mediendienstes Integration lag der Anteil der neu eingestellten Polizisten mit Migrationshintergrund im vergangenen Jahr bei 11,7 Prozent. Von den Bewerbern hatten rund 20 Prozent einen Migrationshintergrund. Als Vergleich dient das Jahr 2009: Damals wurden lediglich fünf Prozent der Polizisten mit Migrationshintergrund eingestellt, beworben hatten sich damals etwa 13 Prozent.

Wie der Mediendienst mitteilt, sind viele Bundesländer bemüht, mehr Menschen mit Migrationshintergrund für den Dienst zu gewinnen — auch durch spezielle Kampagnen. In NRW gebe es etwa mehrsprachige Plakate und Flyer.

Im Vergleich zum Anteil der Bevölkerung aus Einwandererfamilien liegt der Anteil der neu eingestellten Polizisten mit Migrationshintergrund noch immer deutlich zurück. In NRW haben schließlich gut ein Viertel der Menschen einen solchen.

Diese Tendenz sehen die Macher der Umfrage in den meisten Bundesländern. In Berlin dagegen lag der Anteil der neuen Polizisten aus Einwandererfamilien dagegen mit 29,2 Prozent über dem der Bevölkerung. Ähnlich ist das Verhältnis zwischen Polizisten mit Migrationshintergrund zum Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in Sachsen-Anhalt. Das liegt allerdings auch daran, dass der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund dort lediglich bei fünf Prozent liegt.

(das)
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