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Mehr Gewalt in Zügen: 2070 Angriffe auf Mitarbeiter der Bahn

Gewalt nimmt zu : Mehr als 2000 Delikte gegen Bahnbeschäftigte

Angriffe auf Zugbegleiter haben im vergangenen Jahr stark zugenommen. Die Linke Sabine Zimmermann kritisiert, die Mitarbeiter müssten Polizeiaufgaben leisten.

Die Gewalt gegen Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter hat im vergangenen Jahr zugenommen. So gab es 2.070 Gewaltdelikte gegen Zugbegleiter und andere Bahn-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. Das waren 421 mehr Vorfälle als im Vorjahr. Das geht aus der Regierungsantwort auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor.

Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann hatte die Anfrage gestellt. Zimmermann kritisierte, dass den Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern mit der Durchsetzung der Maskenpflicht faktisch polizeiliche Aufgaben aufgebürdet worden seien.

In Dortmund war zuletzt im vergangenen Monat ein Zugbegleiter von einem 27-Jährigen angegriffen worden. Der Fahrgast attackierte den 52-jährigen Bahnmitarbeiter im Regionalexpress von Dortmund nach Hamm. Der Bahnmitarbeiter hatte den Mann auf seine falsche Maske aufmerksam gemacht. Daraufhin habe der Fahrgast aus Gütersloh dem Zugbegleiter unvermittelt einen Kopfstoß versetzt, ihm eine Ohrfeige verpasst und ihn gegen die Brust gestoßen.

(juju/dpa)