Ruhrgebiet: Mehr Autos angezündet

Ruhrgebiet : Mehr Autos angezündet

Immer häufiger werden im Ruhrgebiet Autos durch Brandstiftung und Vandalismus beschädigt. Von 2010 auf 2011 hat sich die Zahl der Auto-Brandstiftungen auf 170 Vorfälle verdoppelt.

Das geht aus der jetzt veröffentlichten Antwort des nordrhein-westfälischen Innenministers Ralf Jäger (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage der FDP hervor.

Auch in den ersten fünf Monaten dieses Jahres zeichnet sich bereits ein negativer Trend ab: Bis zum Mai wurden schon 95 angezündete Autos im Revier gezählt. Im gesamten Jahr 2010 waren es 86 Brandstiftungen.

Etwa drei von vier Brandstiftungen an Pkw wurden nicht aufgeklärt.

Die Taten würden schließlich "außerordentlich schnell, mit einfachsten Mitteln und zudem zu Zeiten und an Orten begangen, für die kaum Zeugen zur Verfügung stehen", erläuterte Jäger. "Hierdurch sowie durch die (...) Brandschäden ist die Sicherung täterbezogener Spuren und Hinweise außerordentlich aufwändig und schwierig."

Wenigstens haben "Ruhris" der Polizeistatistik zufolge bislang kein wachsendes Risiko für sonstige Beschädigungen ihrer Pkw zu befürchten: 2010 wie 2011 lag die Zahl der Sachbeschädigungen in diesem Bereich jeweils bei rund 66 200 Fälle - bis Mai 2012 sind es rund 27.000.

Hier geht es zur Infostrecke: Autobrände in der Region - eine Statistik von 2006 bis 2012

(lnw)