Mehr Asylsuchende aus NRW kehren in die Heimat zurück

Zahl der Ausreisen steigt: Mehr Asylsuchende aus NRW kehren in die Heimat zurück

In Nordrhein-Westfalen gibt es weniger Asylbewerber. Das liegt daran, dass 2017 viele Menschen freiwillig in ihre Heimat zurückkehrten. Die Zahl der Einreisen nach NRW ist gesunken.

Überdurchschnittlich viele Asylsuchende kehren aus Nordrhein-Westfalen in ihre Heimat zurück. Fast 9700 Anträge auf eine freiwillige geförderte Ausreise wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres bewilligt - das sind fast 40 Prozent der bundesweiten Genehmigungen. Das geht aus einem Bericht des Integrationsministeriums hervor, der am Mittwoch auf der Tagesordnung des Integrationsausschuss im Landtag steht.

Darüber hinaus wurden rund 4800 Asylsuchende aus NRW in ihre Heimatländer abgeschoben. Auch hier ist der Anteil mit 26,5 Prozent der bundesweit 18.153 Rückführungen leicht überdurchschnittlich.

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Im selben Zeitraum kamen deutlich weniger Asylsuchende nach NRW. Durchschnittlich erreichten monatlich rund 2800 Erstantragsteller die Einrichtungen, die anschließend in ein Ankunftszentrum in NRW kamen - im Vorjahreszeitraum waren es mit rund 6700 noch mehr als doppelt so viele. Die größte Gruppe der Asylsuchenden - etwa ein Drittel - kam aus Syrien und dem Irak.

(sef/lnw)