Alle Arzneimittelgruppen betroffen Apotheker beklagen massiven Medikamentenmangel in NRW

Düsseldorf · Bestimmte Antibiotika, Blutdruckmittel, Medikamente gegen Depressionen, oder auch Insuline sind in Deutschland knapp. Die Apotheker in NRW schlagen Alarm.

So sieht es derzeit in vielen Apotheken aus: Die Medizinschränke sind teilweise leer. Bei vielen Medikamenten gibt es einen Mangel.

So sieht es derzeit in vielen Apotheken aus: Die Medizinschränke sind teilweise leer. Bei vielen Medikamenten gibt es einen Mangel.

Foto: dpa/Jens Büttner

Der Vorsitzende des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis, sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ in einem Interview, dass sich die Lieferengpässe im Vergleich zum Winter 2022 um mehr als 30 Prozent erhöht haben. Es sei aktuell fast jedes zweite Rezept betroffen.

Betroffen sind demnach alle Arzneimittelgruppen, sowohl Medikamente für Erwachsene als auch für Kinder, angefangen von Blutdruckmittel, Cholesterinmittel bis zu Arzneimitteln zur Behandlung von HIV. Schwierigkeiten gebe es gerade auch bei Antibiotika für Kinder. Zu Beginn der Infektionswelle sei das besonders problematisch.

Um unter anderem auf den Medikamentenmangel aufmerksam zu machen, hatten Mitte November Ärzte und Apotheken in NRW gestreikt. „Aktuell fehlen 509 Arzneimittel, das ist mehr als doppelt so viel wie 2020“, beklagte Preis die Situation. Pharmazeuten müssten mit großem Aufwand nach Ersatz suchen, damit aus dem Liefer- kein Versorgungsengpass werde.

(dw)
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