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Düsseldorf/ Kempen: Maus-Moderator lässt die Gläser singen

Düsseldorf/ Kempen : Maus-Moderator lässt die Gläser singen

Maus-Moderator experimentiert mit Kita-Kindern

Mehr als 16.000 Kinder in 765 Kitas werden bei der "Evonik-Kinderuni" zu Naturforschern. In zwei Kindergärten verblüffte Ralph Caspers, Moderator der "Sendung mit der Maus", die Jungen und Mädchen gestern mit Experimenten.

Sjooooommmmmm. Ein seltsam singender Ton schwingt durch die Kaiserswerther Kita am Zeppenheimer Weg. Die fünfjährige Summer schaut Ralph Caspers mit großen Augen an. Der TV-Star taucht seinen Zeigefinger in ein mit Wasser gefüllte Weinglas, streicht behutsam mit der Fingerkuppe über den dünnen Rand des Glases - und wieder macht es Sjoooooommmmm. Ein Glas, das Töne macht! "Hört sich ein bisschen an wie Geistermusik", sagt Caspers. Toll. 25 Jungen und Mädchen, zwischen vier und sechs Jahre alt, steht eine Frage in die Gesichter geschrieben: Wie funktioniert das bloß?

Mit Ralph Caspers hat sich die Kita der Kaiserswerther Diakonie den Richtigen eingeladen, die Sache zu erklären. Die Kinder erkennen den Moderator der "Sendung mit der Maus" und der Sendung "Wissen macht Ah!" sofort, als er gestern Morgen in ihre Kita kommt. Klarer Fall: Der Experte für leicht verständliche Antworten auf knifflige Fragen ist zu Besuch.

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Wegen dieser Qualitäten haben sich Kita-Leiterin Claudia Filiz und ihre Kolleginnen bei der "Evonik- Kinderuni" auch um einen Besuch von Caspers beworben. Mehr als 16 000 Kinder in 765 Kitas im gesamten Verbreitungsgebiet unserer Zeitung machen seit Montag bei der Kinderuni-Aktion mit. Alle vollziehen naturkundliche Experimente nach, zu denen unsere Zeitung ihnen in einer Serie Anleitungen liefert. Zwei Kitas hatten obendrein die Chance, einen Besuch des bekannten TV-Moderators zu gewinnen.

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Bei seinem jungen Kaiserswerther Publikum sorgt der Maus-Mann erst einmal für weitere Verblüffung: Füllt man unterschiedlich viel Wasser in mehrere Gläser, hat man ein Musikinstrument. Und auf dem kann man sogar "Wenn et Trömmelche jeht" spielen: Caspers streichelt seine Weinglas-Orgel, die Kinder stimmen den Karnevalsschlager an. Sehr spaßig. Und damit es auch lehrreich ist, erklärt Caspers noch kurz, wie das mit den Schwingungen der geriebenen Gläser funktioniert und mit der Bewegung von Luft, die wir als Schall wahrnehmen. Wissen macht auch in diesem Fall "Ah!" - und wird emsig von den Kita-Forschern selbst ausprobiert. "Wenn sie etwas Greifbares bekommen, nehmen die Kinder Wissen auf wie ein Schwamm", sagt Erzieherin Tegist Johnen. Mission erfüllt.

Auch in der Kempener Kita "Hoppetosse" ist Ralph Caspers kein Unbekannter. "Ich kenne dich aus der ,Sendung mit der Maus'", sagt Inga (4), als ihr der Gast wie einem Dutzend anderer Kinder die Hand reicht und sich artig vorstellt: "Guten Tag, ich bin der Ralph." Kita-Leiterin Angela Haller und ihre Kolleginnen machen eifrig Bilder mit Kameras und Handys, als Caspers zur Tat schreitet.

Das Experiment mit den "singenden Gläsern" haben die Kinder schon am Morgen gemacht. Also lässt sich Caspers flugs ein neues Thema einfallen: Lichtbrechung in einem wassergefüllten Glas. Eine gute Wahl. "Ich kann zaubern, ich kann zaubern", ruft Theo entzückt, als er seine Hand in ein großes Wasserglas taucht - und es von außen so aussieht, als seien seine Finger ganz dick geworden. Greta (4) inspiriert das zu einem eigenen Versuch. Sie steckt einen Stift in ihr Wasserglas. Diagnose: "Der sieht knickig aus und dick!" Licht wird im Wasser gebrochen und umgelenkt, erläutert der TV-Experte. Bei Brillen funktioniere das übrigens auch so.

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Doch auch die beste Erklärung beseitigt das Staunen der Kinder beim nächsten Experiment nicht. Caspers hält ein Blatt Papier mit einem Pfeil darauf zunächst hinter das wassergefüllte Glas und hebt das Blatt dann hoch über das Glas. Für den Beobachter wechselt der Pfeil dabei die Richtung, in die er zeigt. Boahhh!

(RP)