NRW: Masernerkrankungen befallen NRW

NRW : Masernerkrankungen befallen NRW

In Nordrhein-Westfalen sind in den ersten beiden Monaten dieses Jahres 43 Fälle von Masern-Erkrankungen gemeldet worden. Damit sei die Zahl der bekanntgewordenen Erkrankungen deutlich höher als in den Vergleichsmonaten der beiden Vorjahre, als eine (2008) beziehungsweise 19 Erkrankungen (2007) gemeldet wurden, sagte Annette Jurke vom Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit der Nachrichtenagentur ddp in Münster.

Im Jahr 2006, als eine Epidemie in NRW grassierte, habe die Zahl der Erkrankungen dagegen bei 90 gelegen.

Den Angaben zufolge wurden in diesem Jahr allein aus Duisburg elf Fälle gemeldet, in Gelsenkirchen wurden neun Erkrankte registriert. In 22 Fällen handelte es sich um Masern-Erkrankungen, die aus einem "überregionalen Herdgeschehen" stammen und nach NRW übergriffen.

In den Kindertageseinrichtungen, Schulen oder weiteren Einrichtungen, in denen Krankheitsfälle auftraten, werde nun vorsorglich der Impfschutz überprüft und gegebenenfalls nachträglich geimpft, wie es hieß. Das habe zum Beispiel dazu geführt, dass aus Gelsenkirchen zuletzt keine Neuerkrankungen mehr gemeldet wurden.

Den Angaben zufolge beginnen Masern meist mit einem wässrigen Schnupfen oder grippalen Infekt. Nach vier Tagen entwickle sich zudem ein Hautausschlag, und die Augen fingen an, sich zu röten. Folgeerkrankungen seien oft Entzündungen am Mittelohr oder der Lunge. Aber auch Hirnhaut- oder Gehirnentzündungen könnten durch die Masern verursacht werden und Langzeitschäden verursachen. In Extremfällen kann die Erkrankung sogar tödlich enden.

(DDP)
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