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Analyse-Datei vor zehn Jahren eingeführt: LKA verzeichnet über 15.000 DNA-Treffer

Analyse-Datei vor zehn Jahren eingeführt : LKA verzeichnet über 15.000 DNA-Treffer

Vor zehn Jahren ist bundesweit die DNA-Analyse-Datei (DAD) eingeführt worden. Seitdem hat das Landeskriminalamt NRW über 15.024 Dateitreffer erzielt. "Diese Recherchemöglichkeit hat den Kriminalisten ungeahnte Erfolge bei der Kriminalitätsbekämpfung gebracht", erklärte LKA-Direktor Wolfgang Gatzke am Donnerstag in Düsseldorf.

Die beim Bundeskriminalamt (BKA) geführt DNA-Analyse-Datei war am 17. April 1998 in Betrieb genommen worden. In ihr sind bundesweit die DNA-Identifizierungsmuster von Beschuldigten und Verurteilten sowie Tatortspuren bislang unbekannter Täter gespeichert. Sie beinhaltet aktuell über 672.000 Datensätze, davon fast 120.000 aus NRW.

Für das LKA hat die Eingabe von DNA-Informationen eines Tatverdächtigen in über 11.000 Fällen zu einer bereits gespeicherten Tatortspur eines bislang unbekannten Täters gepasst, oder umgekehrt. "Der bis dahin unbekannte Spurenleger dieser Tat wurde so identifiziert, die Tat aus polizeilicher Sicht geklärt", erläuterte LKA-Chef Gatzke: "Wir haben fast ein Viertel aller Treffer im Bundesgebiet erzielt."

Bislang wurden auf diese Weise unter anderem 87 sogenannte Straftaten gegen das Leben, 214 Sexualstraftaten, 744 Raubstraftaten und über 9500 schwere Diebstähle geklärt.

Tatortspuren werden seit dem 1. November 2005 ohne richterlichen Beschluss molekulargenetisch untersucht und in die Datei gespeichert. Zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LKA beschäftigen sich ausschließlich mit Speicherungen und Recherchen in der DAD. Eine weitere Personalaufstockung ist vorgesehen.

(afp)