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Land NRW öffnet Polizeiberuf auch für Absolventen ohne Abitur

Elf Berufskollegs in NRW bieten Ausbildung an : Land NRW öffnet Polizeiberuf auch für Absolventen ohne Abitur

Auch Schüler ohne Abitur sollen in Nordrhein-Westfalen künftig Polizist werden können. Ab dem Schuljahr 2022/23 erproben das Ministerium für Schule und Bildung sowie das Innenministerium den zweijährigen Bildungsgang „Fachoberschule Polizei“.

Das teilten die beiden Ministerien am Donnerstag in Düsseldorf mit. An elf Berufskollegs können Bewerber mit einem mittleren Schulabschluss die Fachhochschulreife erlangen. In der Jahrgangsstufe 11 steht ein einjähriges Praktikum in einer Kreispolizeibehörde auf dem Programm. Die Jahrgangsstufe 12 besteht ausschließlich aus Unterricht und schließt mit der Fachhochschulreifeprüfung ab.

Ab Juni dieses Jahres können sich Interessenten für den neuen Bildungsgang bewerben. „Die Landesregierung öffnet den Zugang zum Polizeivollzugsdienst nun auch für Bewerberinnen und Bewerber mit mittlerem Schulabschluss und setzt damit ein weiteres Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag um. Dieser neue Bildungsgang ergänzt die bewährten Pfade in den Polizeivollzugsdienst“, sagte Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP). „Auch Haupt-, Real- und Gesamtschüler und -schülerinnen mit mittlerer Reife können, wollen und sollen gute Polizisten sein“, ergänzte Innenminister Herbert Reul (CDU). Damit werde Vielfalt gefördert.

Das neue Schulmodell wird an Berufskollegs unter anderem in Dortmund, Bielefeld, Düsseldorf, Köln, Bonn und Münster erprobt. Etwa 300 Plätze stehen bereit. Neben der Fachhochschulreife erwerben die Schülerinnen und Schüler in dem Bildungsgang polizeispezifische Kenntnisse, wie etwa in Recht und Staatslehre. Gleichzeitig sichern sie sich eine vorbehaltliche Einstellungszusage für die Polizei Nordrhein-Westfalen und damit für das anschließende Bachelorstudium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung.

(bsch/epd)