Tagebau-Proteste am Hambacher Forst: Kritik an Pfefferspray-Einsatz der Polizei

Tagebau-Proteste am Hambacher Forst: Kritik an Pfefferspray-Einsatz der Polizei

Aktivisten im Hambacher Wald haben den Polizeieinsatz beim Start der umstrittenen Rodungen am Braunkohletagebau kritisiert. Der Einsatz von Pfefferspray sei nicht gerechtfertigt gewesen.

Die Polizei habe Pfefferspray gegen friedliche Demonstranten eingesetzt und sie einen Hang runtergeschubst, twitterte die Initiative "Hambi bleibt". Die Polizei hatte nach eigenen Angaben Pfefferspray eingesetzt, um Aktivisten vom Rodungsgebiet fernzuhalten. Zuvor sollen Polizisten und RWE-Mitarbeiter mit Steinen attackiert worden sein.

In einem über Twitter veröffentlichten Video ist zu sehen, wie die Polizei Demonstranten auffordert, eine Böschung zu verlassen. Die Demonstranten kommen der Aufforderung nicht nach, greifen die Polizei augenscheinlich auch nicht an. "Runter jetzt oder wir setzen Pfeffer ein", ist eine Warnung. Die Demonstranten skandieren: "Wir sind friedlich, was seid Ihr." Die Polizei wollte sich bei einer Pressekonferenz am Dienstag zu den Vorwürfen äußern.

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Bisher hatte der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach bei Braunkohle-Protesten eine Strategie der Deeskalation verfolgt.

(top/lnw)