Kriminalstatistik NRW 2017: 25 Fakten über Sicherheit in NRW-Städten

Polizei-Statistik für NRW: 25 Fakten - so kriminell ist Ihre Stadt

Die Zahl der von der Polizei erfassten Straftaten in NRW ist weiter gesunken, die Aufklärungsrate gestiegen - das ist die Bilanz der Kriminalitätsstatistik für 2017. Aber was bedeutet das für Ihre Stadt? Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

  1. Spitzenreiter bei der Gesamtzahl der Straftaten ist Köln: 12.060 Straftaten kamen dort 2017 auf 100.000 Einwohner. Ein leichter Rückgang gegenüber 2016 mit 12.993 Delikten. 2013 waren es sogar noch mehr als 14.000 Straftaten je 100.000 Einwohner.
  1. In Düsseldorf ist die Gesamtzahl der Straftaten um elf Prozent gesunken: von 12.730 im Jahr 2016 auf 11.291 im Jahr 2017.
  1. Die wenigsten Straftaten je 100.000 Einwohner gab es im Polizeibezirk Lippe: 4159
  1. Krefeld liegt bei den meisten Straftaten auf Platz 5 - mit 9671 Straftaten je 100.000 Einwohner. In Mönchengladbach waren es 8258 Straftaten, im Polizeibezirk Kleve 6761 und im Rhein-Kreis-Neuss 6336. In allen Bezirken ist die Fallzahl leicht zurückgegangen.
  1. In Leverkusen liegt die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner bei 7.706. Das sind fast fünf Prozent weniger als 2016.
  1. Im Kreis Mettmann ist die Zahl der Straftaten so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr. 6016 Fälle kamen auf 100.000 Einwohner des Kreises. 2016 waren es 400 Fälle mehr.
  1. 3,6 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen in Düsseldorf waren Kinder; 8,2 Prozent Jugendliche. Insgesamt waren dort 21,6 Prozent der Tatverdächtigen jünger als 21 Jahre.
  1. Mit fast 87 Prozent liegt die Aufklärungsquote bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung im Kreis Mettmann besonders hoch.
  1. 20 vorsätzliche Tötungsdelikte und vier fahrlässige Tötungen gab es in Düsseldorf. Aufklärungsquote: 100 Prozent.
  1. Mehr als 45 Prozent aller Straftaten in Düsseldorf fallen in die Kategorie "Diebstahl". Dennoch ist die Zahl der Diebstähle von 38.141 auf 31.303 gesunken.
  1. Es wurden 2191 weniger Taschendiebstähle als noch 2016 in Düsseldorf angezeigt.
  1. Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat sich in der Stadt Leverkusen gegenüber dem Jahr 2016 mehr als halbiert: 332 statt 675 Fälle.
  1. Auch in Düsseldorf ist die Zahl der Wohnungseinbrüche gesunken: um 831 Fälle.
  • Reul stellt Kriminalstatistik vor : "NRW ist nachweislich sicherer geworden"
  1. In Duisburg lag die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr mit 49.739 erstmals seit 2009 unter 50.000 Fällen insgesamt. Die Wohnungseinbrüche sind um 30 Prozent zurückgegangen, zehn Prozent weniger Fälle gab es bei der Gewaltkriminalität. Die Zahl der Tötungsdelikte stieg hingegen von 15 auf 24.
  1. Im Stadtbezirk Köln ist die Zahl der Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen deutlich gesunken. 260 Fälle werden in der Kriminalstatistik für Köln angegeben. 2016 waren es 422 Fälle; 257 davon gingen auf die Silvesternacht 2015/2016 zurück.
  1. In Düsseldorf waren es mit 461 Sexualstraftaten 66 weniger als 2016. Die Zahl der Vegewaltigungen und sexuellen Nötigungen sank um 90 Fälle auf 122.
  1. Im Kreis Mettmann sind fast alle Taten im Bereich Vergewaltigung und sexuelle Nötigung aufgeklärt worden: 27 von 31. Im vergangenen Jahr hatte die Polizei noch 44 Taten in dieser Deliktgruppe erfasst.
  1. Die Zahl der Körperverletzungen ist gegenüber dem Vorjahr in Düsseldorf mit knapp zwei Prozent leicht gestiegen.
  1. 250Polizisten sind bei Einsätzen in Duisburg angegriffen worden. In Köln waren es rund zehnmal so viele Fälle, immerhin sank die Zahl von 2827 auf 2388.
  1. In Köln sind 1544 Senioren durch Betrug geschädigt worden. Das sind 92,5 Prozent mehr als 2016 (802 Fälle). Opfer von Trickbetrügern sind in Duisburg 221 Senioren geworden. 2016 waren es nur 90.
  1. In der Stadt Leverkusen hat die Zahl der Straßenkriminalitätsfälle deutlich abgenommen. 2017 waren es in dieser Deliktgruppe 327 Straftaten weniger als noch 2016. Bei Straftaten wie sexueller Nötigung oder Vergewaltigung waren es 2017 insgesamt 16 Fälle mehr als 2016.
  1. In Düsseldorf und im Kreis Mettmann ist die Aufklärungsquote bei der Straßenkriminalität mit unter 20 Prozent sehr gering.
  1. Auch bei der Opfergefährdungszahl liegt Köln vorne. Die Zahl liegt bei 2252 und ist damit geringfügig niedriger als 2016 (2330). Die Opfergefährdungszahl gibt die Opferzahl je 100.000 Einwohner des jeweiligen Bezirks an. Sie soll einen Anhaltspunkt für den Gefährdungsgrad geben.
  1. Dortmund liegt auf Platz 2 der Städte mit der höchsten Opfergefährdungszahl (2081). Duisburg (1.738) und Düsseldorf (1721) liegen auf Platz vier und fünf.
  1. Die geringste Opfergefährdungszahl hat der Bezirk Minden-Lübbecke mit 748.
  2. Hier kommen Sie zu unserer interaktiven Karte mit dem NRW-Vergleich.
(ham/rent)