Krebserregende Stoffe in Wasserpfeifen: 54 Shisha-Cafés fallen durch

Zoll-Kontrollen : Krebserregende Stoffe: 54 Shisha-Cafés fallen durch

Zollbeamte haben 54 Shisha-Chafés im Ruhrgebiet und im Sauer- und Siegerland getestet und dabei massive Verstöße festgestellt: oft handelte es sich bei dem Tabak um Schmuggelware oder gestreckten Tabak, der mit krebserregenden Stoffen versehen wurde.

Kontrollbeamte deckten in Cafés, in denen Wasserpfeife geraucht werden kann, Verstöße auf. "Fast alle verkaufen den Tabak portionsweise aus Großpackungen, obwohl dies verboten ist", sagte Jörg Riesenweber vom Zoll in Hagen am Donnerstag. Insgesamt wurden 54 Wasserpfeifen-Cafés kontrolliert.

Häufig werde eingeschmuggelter und somit unversteuerter Tabak verkauft oder der Tabak nachträglich mit Feuchtmitteln verschnitten. Die angebotenen Tabaks enthielten oft weit mehr Glycerin als die in der Tabakverordnung als Höchstgrenze erlaubten fünf Prozent. Das Glycerin sorge dafür, dass der Tabak mehr qualme, sagte Riesenweber. "Und das will man ja." Allerdings gelten diese Zusatzstoffe laut einer Mitteilung des Hauptzollamtes in Dortmund als "extrem krebserregend."

Insgesamt wurden seit Beginn des Jahres mehr als 90 Kilo unversteuerter oder verschnittener Wasserpfeifentabak sichergestellt, berichtete die Behörde. Im vergangenen Jahr waren insgesamt rund 150 Kilo sichergestellt worden. Gegen viele Café-Betreiber liefen bereits mehrere Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren.

(ape)