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Kontrollen wegen erschlichener Sozialleistungen in Duisburg und Essen

Duisburg, Essen und Gelsenkirchen : Behörden gehen gegen Sozialbetrug vor

Mit einer groß angelegten Kontrollaktion gehen Sozialbehörden im Ruhrgebiet gegen Schwarzarbeit und Sozialbetrug vor. Vor allem Bulgaren und Rumänen sind von den Kontrollen betroffen. Auch in Duisburg gibt es Durchsuchungen.

Mit einer groß angelegten Kontrollaktion sind Sozialbehörden im Ruhrgebiet gegen Schwarzarbeit und Sozialbetrug vorgegangen. Vor allem Bulgaren und Rumänen waren von den Kontrollen betroffen. Auch in Duisburg gab es Durchsuchungen.

210 Kräfte kontrollierten Arbeitsplätze und Wohnungen, teilte Christoph Löhr, Sprecher der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit mit. Ein Schwerpunkt der Kontrolle richtete sich dabei gegen sogenannte "Aufstocker", also Menschen, die zusätzlich zu ihrem Job noch ergänzende Sozialleistungen beziehen, erklärte Löhr. Dabei gehe es unter anderem um fingierte Arbeitsverträge für Jobs, die gar nicht existierten, und um zu Unrecht in Anspruch genommene Leistungen für Familienangehörige oder Wohnungseinrichtungen. Kontrolliert wurde in Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Hagen.

Die Bundesagentur für Arbeit hatte die Federführung, in den einzelnen Städten kontrollierten Mitarbeiter der Jobcenter, Familienkassen, der Ordnungsämter und des Zolls Bezieher von Sozialleistungen und Arbeitgeber.

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Es gehe nicht darum, eine ganze Bevölkerungsgruppe zu stigmatisieren, betonte die Chefin der Landesarbeitsagentur, Christiane Schönfeld. Die allermeisten Bulgaren und Rumänen in NRW nutzten ihre durch EU-Recht verbürgten Chancen am Arbeitsmarkt. Viele arbeiteten in sozialversicherungspflichtigen festen Jobs.

Daneben gebe es aber Betrug, der vielfach durch kriminelle Netzwerke organisiert werde. So verschafften Vermieter mit überteuerten Mietverträgen den Menschen erst die Meldeadressen für den Leistungsbezug. Die kriminellen Drahtzieher behielten meist den größten Teil des Geldes, das vielfach in bar fließe. Der Schaden sei erheblich. Dies müsse gestoppt werden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Behörden kontrollieren Spielhalle in Duisburg

(heif)