Ermittlungen des Staatsschutzes SUVs in Köln und Wuppertal beschädigt – an allen hingen Flyer von Klimaaktivisten

Köln · In der Kölner Südstadt haben Unbekannte an 15 Geländewagen die Luft aus den Reifen gelassen. Die Täter haben Flyer einer Klimaschutzgruppe an den Fahrzeugen hinterlassen. In Wuppertal gab es mehr als 30 Fälle. Der Staatsschutz ermittelt.

 Streifenwagen der Polizei (Symbolbild)

Streifenwagen der Polizei (Symbolbild)

Foto: dpa/Carsten Rehder

Mutmaßliche Umweltaktivisten sollen in Wuppertal und Köln Luft aus Autoreifen gelassen haben. In Köln gingen am Wochenende 15 Anzeigen wegen Sachbeschädigung bei der Polizei ein. Nach bisherigen Ermittlungen sollen die unbekannten Täter am Samstag in der Südstadt zwischen 19.30 Uhr und Mitternacht an mehreren geparkten Geländefahrzeugen der Typen Audi, BMW, VW, Jaguar, Volvo, Renault, Skoda und Nissan die Luft aus den Reifen gelassen haben.

An allen Fahrzeugen stellten Polizisten Flyer einer internationalen Klimaschutzgruppe sicher. Es handelt sich dabei nach Informationen unserer Redaktion um die Gruppe „The Tire Extinguishers“, deren Anhänger aus Protest immer wieder Luft aus den Reifen von Geländewagen ablassen – im August zum Beispiel in Bonn, damals waren 25 Fahrzeuge betroffen und die Gruppe bekannte sich auf Twitter zu den Sachbeschädigungen.

Der Kölner Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht weitere Geschädigte. Hinweise nehmen die Ermittler per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de oder per Telefon unter 0221 229-0 entgegen.

Auch in Wuppertal gingen am Wochenende Anzeigen ein. Hier spricht die Polizei von mehr als 30 Fällen, vor allem im Briller Viertel. Auf den hinterlassenen Flugzetteln wurde dort auf den Braunkohletagebau verwiesen.

(hsr)
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