Zwischenfall in Köln Polizist verletzt sich schwer bei Großübung gegen Hooligan-Gewalt

Köln · Nach der polizeilichen Großübung am Kölner Fußballstadion liegt ein Polizist im Krankenhaus. Der Mann war während der Simulation eines Hooliganangriffs verletzt worden.

Köln: Polizist bei EM-Übung verletzt
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Hier kam es zu der Verletzung bei der Polizei-Übung

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Foto: RP/Schwerdtfeger

Der bei der Großübung der Polizei in Köln verletzte Polizist ist auf dem Weg der Besserung. „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut“, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei am Donnerstagvormittag. Demnach soll der Betroffene eine Fraktur am Unterschenkel erlitten haben; er sei bereits operiert worden.

Zu dem Zwischenfall war es am Mittwoch auf der großen Wiese vor dem Kölner Stadion gekommen. Dort war während der Übung ein Angriff von Hooligans simuliert worden. Bei dem Verletzten handelt es sich um einen Polizisten, der einen solchen Hooligan darstellte. Er wurde daraufhin sofort auf dem Rasen medizinisch versorgt und dann mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

 Großübung der Polizei am Stadion in Köln: Polizisten stellten Hooligans dar; dabei wurde ein Polizist verletzt.

Großübung der Polizei am Stadion in Köln: Polizisten stellten Hooligans dar; dabei wurde ein Polizist verletzt.

Foto: RP/Schwerdtfeger

An der Großübung nahmen rund 900 Polizisten teil. Simuliert wurden mögliche Szenarien für die Fußballeuropameisterschaft, die im kommenden Jahr in Deutschland stattfinden wird. Köln gehört neben Düsseldorf, Gelsenkirchen und Dortmund zu den vier Spielorten in NRW.

Konkret kam es zu der Verletzung auf der großen Wiese vor dem Kölner Stadion. Zunächst waren die als Hooligans verkleideten Polizisten grölend über das Feld zum Stadion gerannt – teils von mehreren Seiten. Daraufhin waren die Kräfte der Bereitschaftspolizei auf sie zu gelaufen. Bei der Konfrontation beider Gruppen gab es dann kleinere Gerangel und auch Zugriffe, bei denen die falschen Hooligans auf dem Boden fixiert wurden, um möglichst realitätsnah zu sein.

Köln: So übt die Polizei die Einsätze gegen Hooligans
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So übt die Polizei die Einsätze gegen Hooligans

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Auch wenn es sich um eine abgesprochene Übung handelte, wussten die Kräfte der Bereitschaftspolizei nicht, wie ihre Kollegen als Hooligan agieren werden. „Sonst bringt eine solche Übung ja nichts“, hieß es Kreisen der Polizei.

Dargestellt wurden die Schlachtenbummler und aggressiven Fans von Polizisten der Bereitschaftspolizei sowie von rund 270 Kommissariatsanwärtern. An der Großübung nahmen Hundertschaften der Bereitschaftspolizei aus Köln, Aachen, Mönchengladbach und Bonn und Wuppertal teil, den Einsatz führt das Polizeipräsidium Köln.

Ziel der Großübung war es, Einsatzabläufen und taktisches Vorgehen der Polizisten aus unterschiedlichen Städten einzustudieren.

(csh)
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