1. NRW
  2. Panorama

Klimacamp Rheinland - Polizei will bei Braunkohle-Protesten keinen Raum für Straftäter lassen

Klimacamp Rheinland : Polizeikräfte aus ganz NRW sichern Braunkohle-Proteste

Mit Einsatzkräften aus ganz Nordrhein-Westfalen will die Polizei beim Klimacamp Rheinland Präsenz zeigen. Bei den geplanten Protesten gegen Braunkohle mit Tausenden Aktivisten solle es eine konsequente Strafverfolgung geben.

"Hier darf kein Raum für Straftäter sein", sagte der Aachener Polizeipräsident Dirk Weinspach am Montag in Kerpen-Buir am rheinischen Tagebau Hambach. Die Polizei werde bei dem großen Einsatz vom Freitag an bis zum 29. August von Kräften aus ganz Nordrhein-Westfalen verstärkt, sagte er bei einer Bürgerinformation."Wir sind präsent auch mit zivilen Kräften. Wir haben genügend Kräfte und Reserven, die schnellstens da sind."

Das Klimacamp erwartet bis zu 6000 Braunkohlegegner und Klimaschützer im Rheinischen Revier. Das Aktionsbündnis "Ende Gelände" hat aus Anlass des Camps für die Zeit vom 24. bis 29. August zu Aktionen des "zivilen Ungehorsams" aufgerufen. Nach Informationen der Polizei wollen sie in Tagebaue eindringen und Kohlebahnen blockieren.

"Wir werden Sorge tragen, dass die Infrastruktur nicht angegriffen, nicht beschädigt und nicht zerstört wird", sagte Polizei-Einsatzleiter Helmut Lennartz. Die Polizei werde an bestimmten Tagen rund um die Uhr im Einsatz sein. Die Polizei geht davon aus, dass der Höhepunkt der Protest-Aktionen vom 24. bis zum 26. August sein wird. Zum Schutz des Klimas fordern die Aktivisten den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohle.

  • Fotos : So lief der Protest der Braunkohleaktivisten 2016
  • Erkelenz : Eindrücke vom Klimacamp
  • Rheinisches Braunkohlerevier : Das planen Demonstranten beim Klimacamp in Garzweiler

Die Ausschreitungen während des G20-Gipfels in Hamburg haben auch gut einen Monat danach noch ein Echo im rheinischen Braunkohlerevier. Die angekündigten Proteste gegen fossile Energien durch Umweltaktivisten haben viele Anwohner verunsichert.

"Ausschließen kann man nichts", sagte Weinspach bei der Bürgerinformation. Aber die Polizei habe keine Hinweise, dass Gewalttäter in dem Umfang und mit der kriminellen Energie wie in Hamburg ins rheinische Revier kommen, ergänzte er.

(beaw/dpa/lnw)