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NRW: Kitas sollen Flüchtlingskinder betreuen

NRW : Kitas sollen Flüchtlingskinder betreuen

In Nordrhein-Westfalen sollen Kinder von Flüchtlingsfamilien verstärkt in Kitas betreut werden. Dafür will das Land in diesem Jahr sechs Millionen Euro bereitstellen.

Dies solle durch sogenannte "Brückenprojekte" und niederschwellige Angebote geschehen, erklärte NRW-Familienministerin Ute Schäfer (SPD) am Dienstag im Ausschuss für Kinder und Jugend im Düsseldorfer Landtag. Zugleich sollten die Erzieher für den Umgang mit traumatisierten Kindern aus Kriegsgebieten geschult werden.

Insgesamt will die Landesregierung nach den Angaben in diesem Jahr sechs Millionen Euro für die Kita-Betreuung der Flüchtlingskinder zur Verfügung stellen. Das Engagement für mehr Chancengleichheit und den Abbau von Bildungsbenachteiligungen gelte selbstverständlich auch für sie, betonte die Ministerin.

Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab Vollendung des ersten Lebensjahres gilt laut Schäfer auch für Flüchtlinge und Asylantragsteller. Der konkrete Anspruch richte sich jeweils gegen das örtliche Jugendamt. Um eine zeitnahe Aufnahme zu erleichtern, würden Flüchtlingskinder auch im laufenden Kinderjahr aufgenommen. Deren Kita-Besuch werde vom ersten Tag an aus öffentlichen Mitteln finanziert.

(KNA)