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Katzenfotos: Wie fotografiere ich meine Katze richtig? Tipps

Tierfotografie : Mit diesen Tricks gelingen schöne Katzenbilder

Ein Fotoshooting mit der Hauskatze ist nicht einfach. Katzen lassen sich nicht sagen, was sie tun sollen und reagieren eher mit Unverständnis auf hektische Verfolgungsjagden mit der Kamera. Wie schöne Bilder trotzdem gelingen können.

Wer sein Haustier liebt, fotografiert es. Im Smartphone jedes Hunde- und Katzenbesitzers werden sich unzählige Bilder aus allen Lebenslagen finden. Minka als Kätzchen, Minka das erste Mal auf einer Wiese, Minka niedlich schlafend, wie sie alle Pfoten von sich streckt. Doch es ist gar nicht so leicht, gute Fotos von einer Katze zu machen. Schließlich kann man ihr nicht wie einem Hund sagen, dass sie genau da sitzen bleiben soll, wo man sie für das Bild haben will.

Anne Orthen ist freie Fotografin. Die 40-Jährige arbeitet unter anderem für die „Rheinische Post“ und ist auch immer wieder gefragt, wenn Tiere für Bilder in Szene gesetzt werden müssen. Sie selbst hat einen Hund, Theo, und zwei Pferde, Rabbit und Barón, mit denen sie viel Zeit verbringt – und die sie immer wieder auch fotografiert.

„Als Tierbesitzerin lag es für mich nahe zu sagen: Ich will auch Tiere fotografieren“, sagt sie. „Ich habe mich vor allem mit dem Verhalten von Hunden und Pferden beschäftigt. Es macht mir Spaß, Tiere zu beobachten.“ Das sei wichtig, um im richtigen Moment auf den Auslöser drücken zu können. „Man muss immer bereit sein für das richtige Bild“, sagt die Fotografin. „Da hilft es natürlich, die Bewegungen des Tieres zu kennen, man entwickelt so ein Auge dafür, was auf Bildern ästhetisch aussieht.“ Hier ihre Tipps, wie ein tolles Bild gelingen kann:

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  • Wer Tiere fotografieren will, sollte Ruhe und Zeit haben und schauen, was sich entwickelt, welche Situationen sich ergeben.
  • Man sollte das Tier an das Klicken der Kamera gewöhnen, damit es nicht erschrickt.
  • Ein Fotoshooting mit der eigenen Katze oder dem eigenen Hund hat den Vorteil, dass man als Besitzer die Reaktionen des Tieres einschätzen kann. „Auch hört das Modell – zumindest ein Hund – eher auf die Befehle seines Herrchens, so fällt für beide das Shooting leichter“, sagt Anne Orthen.
  • Eine Hilfsperson ist immer gut, die irgendwo knistern oder rascheln kann, um die Aufmerksamkeit der Katze zu bekommen. „Wenn man es allein versucht, hängt man oft mit dem einen Arm da und mit dem Handy dort und versucht dann noch den Auslöser zu drücken. Im schlimmsten Fall hat man dann den eigenen Arm vor der Linse“, sagt Orthen.
  • Nicht mit der Kamera über der Katze stehen, das könnte sie als Bedrohung empfinden. „Viel schöner ist es, sich mit dem Tier auf Augenhöhe zu begeben“, sagt Orthen. „Dann rollt man sich eben auch mal auf dem Teppich oder legt sich ins Gras.“ Sie selbst trägt nie die schönste Kleidung, wenn sie Tiere fotografieren soll. „Mit einer weißen Jeans macht das keinen Sinn.“
  • Wer die ganze Zeit nur gerufen wird und in die Kamera gucken soll, hat schnell keine Lust mehr, sich fotografieren zu lassen. „Zwischendurch sollte man der Katze Ruhe gönnen und ihr nicht mit der Kamera nachrennen, wenn sie die Situation verlässt“, sagt Orthen.
  • Viele Tieraufnahmen sind auch Naturaufnahmen, aber wenn es um eine Hauskatze geht, darf die sich auch zu Hause auf dem Sofa räkeln für das Bild. „Dann würde ich aber den Fokus auf die Katze legen und versuchen, die Umgebung möglichst wegzulassen, also das Herzkissen im Hintergrund unscharf lassen“, sagt Orthen.
  • Vor allem bei Katzen muss man sich ein bisschen auf die Lauer legen, um den tollsten Moment mit der Kamera einzufangen. „Im Gegensatz zu einem gut erzogenen Hund kann es passieren, dass man eine Katze fünfmal irgendwo hinsetzt und sie läuft jedes Mal aus dem Bild“, sagt Orthen.
  • Katzen und Hunde mit schwarzem Fell sind immer schwierig zu fotografieren. Anne Orthen rät, sie bei viel Sonnenschein zu knipsen, damit das Licht Akzente im Fell erzeugt.
  • Auch ein junges, schnelles Tier stellt jeden Fotografen vor Herausforderungen. „Um ein Tier in Bewegung gut aufs Bild zu bekommen, ist eine halbwegs gute Amateurkamera mit einem guten Autofokus, wie man ihn auch für Sportaufnahmen braucht, von Vorteil – eine Handykamera kommt da oft an ihre Grenzen“, sagt Orthen.

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(hsr)