1. NRW
  2. Panorama

Erkrath: "Katzen-Kidnapping" am Rhein - elf Tiere verschleppt

Erkrath : "Katzen-Kidnapping" am Rhein - elf Tiere verschleppt

Seit elf Monaten verschwinden im Erkrather Ortsteil Trills immer wieder auf mysteriöse Weise Katzen. Elf sind es insgesamt, die letzte ist seit zwei Wochen weg. Was noch merkwürdiger ist: Fünf der Stubentiger tauchten nach einiger Zeit wieder auf, und zwar 25 Kilometer entfernt auf der anderen Rheinseite in Dormagen-Stürzelberg. Die Mettmanner Polizei ermittelt seit vier Monaten ohne Erfolg gegen Unbekannt. Elf Anzeigen wegen Katzendiebstahls liegen vor.

Nachdem zwei Erkrather Katzenbesitzer über Tierschützer ihre Tiere im Dormagener Ortsteil Stürzelberg wiederfanden, wurde auch die Erkratherin Claudia Birkheuer hellhörig. Sie machte sich mit Suchbildern in Zons und Dormagen auf die Suche nach ihrem dreijährigen Kater Grady - und hatte Erfolg. Grady war zu diesem Zeitpunkt dreieinhalb Monate fort.

Der Kater lebte in einem Maisfeld in Stürzelberg und wurde auf einem nahe gelegenen Bauernhof durchgefüttert. Anhand der Suchbilder erkannte die Bäuerin den Kater und brachte ihn wieder mit seiner Familie zusammen. Die Katze Lucy hingegen landete im Dormagener Tierheim und konnte von dort aus anhand ihres Chips zugeordnet werden.

Für die Erkrather Tierbesitzer steht fest: Ein Nachbar ist die Katzenbesuche im heimischen Garten leid. Kurzerhand müsse er die Tiere angelockt, in den Kofferraum seines Wagens gepackt und auf die andere Rheinseite transportiert haben, wo er sie im Feld aussetzte, meinen sie. Sie hoffen, dass man dem Nachbarn die Katzenentführungen nachweisen kann und dass dann endlich Schluss ist mit dem Verschwinden der Katzen. "Hauskatzen können im Freien allein nicht überleben", sagt Birkheuer.

(RP)