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Katwijk/Wesel: Polizei spürt gestohlenen Hund auf

Deutsch-niederländische Zusammenarbeit : Ermittlungskommission „Wau“ spürt gestohlenen Hund auf

Nach wochenlanger Suche und akribischen Ermittlungen haben niederländische und deutsche Polizisten einen gestohlenen Hund aufgespürt. Er wurde seinen glücklichen Besitzern übergeben.

 Border Collie Max war nach Angaben vom Montag am 18. Juli von einem Campingplatz im niederländischen Katwijk verschwunden. Bei der zunächst erfolglosen Suche nach dem schwarz-weißen Vierbeiner half die Polizei in Südholland. Zeugen wurden um Hinweise gebeten, Tipps wurden ausgewertet.

 Lässt es sich gutgehen und ist wieder zuhause: Der Mitte Juli von einem niederländischen Campingplatz gestohlene Boarder Collie Max.
Lässt es sich gutgehen und ist wieder zuhause: Der Mitte Juli von einem niederländischen Campingplatz gestohlene Boarder Collie Max. Foto: dpa/Polizei Wesel

Schließlich sagte ein Zeuge aus, er habe beobachtet, wie der ein Jahr alte, zutrauliche Hund von Unbekannten mit Leckerlis in ein Wohnmobil gelockt worden sei. Danach sei das Fahrzeug davongefahren. Weil dem Beobachter dies seltsam vorkam, notierte er das Kennzeichen.

Am vergangenen Freitag habe die Polizei in Wesel in Nordrhein-Westfalen über das Bundeskriminalamt ein Amtshilfeersuchen aus den Niederlanden erhalten. Es ging um einen schwarz-weißen Border Collie, der von einem Campingplatz gestohlen worden sei. Als Halter des mutmaßlichen Entführungsfahrzeugs entpuppte sich ein 59 Jahre alter Mann aus Hamminkeln im Kreis Wesel. Wie die Ermittlungskommission „Wau“ herausfand, hatte er einen Border Collie einen Tag nach dem Verschwinden von Max beim Ordnungsamt Hamminkeln angemeldet. Angeblich hatte der Tatverdächtige das Tier in den Niederlanden über eine Kleinanzeige gekauft.

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Als die Kripo das Haus des Mannes aufsuchte, fand sie Max bereits in der Einfahrt in einem Körbchen liegend. Schwanzwedelnd sei er auf die Beamten zugelaufen, er habe auch sofort auf seinen Namen reagiert, hieß es. Eine Tierärztin habe nach Auslesen der Hundemarke bestätigt, dass es sich um Max handelte. Noch am selben Tag reiste die niederländische Familie an, um ihren Liebling in die Arme zu schließen. „Sehr zum Leidwesen unserer Kolleginnen und Kollegen, die Max bereits in ihr Herz geschlossen und ihn ausreichend bemuttert und bevatert haben“, wie die Polizei schrieb.

Den 59-jährigen Tatverdächtigen erwartet nun ein Strafverfahren.

(top/dpa)