Katholikentag 2018 in Münster: Strikteres Sicherheitskonzept

Neues Konzept nach Amokfahrt : Poller sollen Katholikentag in Münster sicherer machen

Nach der Amokfahrt von Münster ist das Sicherheitskonzept des Katholikentags in Münster angepasst worden. Auch Taschenkontrollen soll es geben - jedoch nur vereinzelt.

Das teilten Veranstalter, Stadt und die Sicherheitsbehörden am Donnerstag in Münster mit. Um Amokfahrten mit schweren Lastwagen zu verhindern, werden an ausgewählten Punkten Wassertanks oder Fahrzeuge als Sperren aufgestellt. Der Katholikentag findet vom 9. bis 13. Mai statt.

Ein 48-Jähriger war am 7. April mit einem Campingbus in eine Menschenmenge in der Altstadt von Münster gerast. Vier Menschen starben, mehr als 20 wurden dabei verletzt.

Mehr als 1000 Veranstaltungen

"Sie werden viel Polizei sehen. Wir haben aber die Anzahl der Beamten nach der Amokfahrt für den Katholikentag nicht aufgestockt", sagte Martin Mönninghof für die Polizei in Münster. Taschenkontrollen und damit verbundene lange Wartezeiten soll es beim Katholikentag unter dem Motto "Suche Frieden" nur bei vereinzelten Veranstaltungen geben.

Die über 1000 Veranstaltungen sind an rund 100 Orten in der Innenstadt und auf dem Messegelände der Stadt geplant. Prominente Gäste des größten Laientreffens der katholische Kirche sind Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie der kolumbianische Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos.

(sef/dpa)
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