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Karneval in Köln: Das sind die Party-Hotspots

Erste Kölner Kneipe öffnet nicht am 11.11. : Das sind die Party-Hotspots im Kölner Karneval

Die Vorfreude auf die neue Karnevalsession könnte nach einem Jahr Zwangspause kaum größer sein: Auf zahlreichen Veranstaltungen und in den Kneipen und Klubs rund um die Kölner Altstadt soll wieder ausgelassen geschunkelt und gesungen werden. Allerdings: Wegen Corona hat die erste Gaststätte bereits angekündigt, dass sie am 11.11. nicht öffnen wird.

Nach einem Jahr Abstinenz wegen Corona ist es endlich wieder so weit: Am 11.11. wird in vielen Städten und Gemeinden in NRW feierlich die neue Karnevals-Session eröffnet. Das gilt auch für die Karnevalshochburg Köln, wo unter dem Motto „Alles hät sing Zick“ auf den Plätzen der Altstadt sowie in unzähligen Klubs und Kneipen die „fünfte Jahreszeit“ eingeläutet wird. Doch wo feiert man am schönsten?

Die Vorfreude bei den Kölner Karnevalsgesellschaften ist nach der unfreiwilligen Pause groß, sagt Tanja Holthaus, Pressesprecherin beim Festkomitee Kölner Karneval. Man sei angesichts der Gespräche mit der Stadt und den zuständigen Stellen vorsichtig optimistisch, dass der diesjährige Karneval – trotz Corona-Maßnahmen – recht unbeschwert stattfinden kann. Gute Nachrichten also für alle Narren.

Doch vermutlich wird nicht überall gefeiert. So hat laut „Express“  die erste Kölner Kneipe beschlossen, am 11.11. nicht zu öffnen. Die Gaststätte „Wirtz“ in der Severinstraße ist eigentlich für viele Jecken ein fester Anlaufpunkt, doch Besitzer Alex Haag ist die aktuelle Corona-Lage zu heikel. Demnach sagte er, ihm sei das Risiko zu groß, dass im Fall einer Infektion sein ganzes Team für zwei Wochen in Quarantäne muss. Die Umsatzeinbußen, die dann entstehen würden, könnten durch die Einnahmen vom 11.11. nicht ansatzweise ausglichen werden. Auch andere Kneipen in Köln sollen bereits mit dem Gedanken spielen, am 11.11. nicht zu öffnen.

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Im Kölner Karneval gilt auf der Bühne die 2G-Regel. Alle Künstler müssten geimpft oder genesen sein, sagte am Freitag ein Sprecher des Festkomitees. Für die Zuschauer gelte bei Saalveranstaltungen mindestens 3G-Plus, das heißt, man muss entweder geimpft, genesen oder mit PCR-Test getestet sein. Der einzelne Veranstalter könne aber immer darüber hinausgehen und 2G festlegen. Für die Künstler, die an einem Abend meist bei unterschiedlichen Veranstaltungen aufträten, sei es deshalb praktisch gar nicht machbar, nicht geimpft oder genesen zu sein, sagte der Sprecher des Festkomitees.

Wer direkt nach dem Frühstück in den Festtag starten will, der kommt auf dem Heumarkt in der Kölner Altstadt auf seine Kosten. Bereits ab 9 Uhr schunkeln und singen bei der traditionellen Veranstaltung tausende Jecken, bevor um 11:11 Uhr offiziell die Karnevalsession 2021/22 gestartet wird. Wer eines der begehrten Tickets ergattert, sieht neben dem designierten Kölner Dreigestirn auch zahlreiche Stars der Karnevalsmusik. Das Spektakel wird zudem auf dem angrenzenden Alter Markt via Leinwand übertragen.

Abseits der offiziellen Veranstaltungen werden sich unzählige bunt kostümierte Jecken über die gesamte Stadt verteilen. Ein traditioneller Party-Hotspot sei unter anderem der Chlodwigplatz in der südlichen Altstadt, sagt Holthaus. Die Zülpicher Straße locke unterdessen vor allem jüngeres Publikum an, allerdings versperre das Ordnungsamt den Zutritt wegen des großen Andrangs meist recht früh.

Daneben finden Karnevalspartys in diversen Locations statt: Im Dorint Hotel direkt am Heumarkt ist ab 12 Uhr unter anderem die Kult-Band „Brings“ zu sehen. Alle, die erst nach Feierabend feiern, sind bei der „AfterJob“-Karnevalsparty in der „Wolkenburg“ richtig, wo unter anderem drei DJs zum Tanzen animieren. Ein außergewöhnliches Erlebnis verspricht zudem die Karnevalsfete auf dem Ausflugsschiff „MS Rheinenergie“. Angesagt sind auch das Traditionslokal „Em Kölsche Boor“, die Brauerrei „Malzmühle“, der Klub „Quater 1“ sowie die Benefiz-Karnevalsparty in der Festhalle „Gürzenich“. Weitere Informationen gibt es unter www.koeln.de/tourismus/karneval und www.koelnerkarneval.de

(mit dpa)