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Karneval 2020 in Corona-Pandemie: 11.11 abgesagt - NRW-Städtetag appelliert

„Fahren Sie nicht in Karnevalshochburgen“ : NRW-Städtetag appelliert an Jecke vor abgesagtem 11.11.

Der nordrhein-westfälische Städtetag hat eindringlich an alle Karnevalisten appelliert, zum Auftakt der Session am 11. November aufs Feiern und auf Fahrten in die rheinischen Karnevalshochburgen zu verzichten.

„Bleiben Sie zu Hause! Fahren Sie nicht in die Karnevalshochburgen! Verzichten Sie aufs Feiern!“, mahnte der Vorsitzende des NRW-Städtetags, Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD), am Freitag.

Der Karnevalsauftakt an Rhein und Ruhr war coronabedingt bereits Mitte September abgesagt worden. Nach einem Treffen der Karnevalsvereine mit der Landesregierung wurden traditionelle Veranstaltungen wie große Sitzungen, Partys oder Umzüge abgesagt. Darauf verständigten sich die vier Festkomitees aus Aachen, Bonn, Düsseldorf und Köln mit Vertretern der Landesregierung. Auch Karnevalsbälle oder Straßenfeiern wären demnach aufgrund der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen nicht möglich.

Die Corona-Pandemie mache das Feiern zum traditionellen Start in die neue Karnevalssaison dieses Jahr unmöglich, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos). „Bleibt bitte alle zu Hause. Feiert auch zu Hause nicht.“ Das Gleiche gelte für all diejenigen, die normalerweise aus anderen Regionen zum Feiern nach Köln reisten – sie sollten diesmal wegbleiben.

„Die Schlüsselübergabe an das Prinzenpaar im Rathaus, das gemeinsame Schunkeln, Singen und Feiern – all das wird durch die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht möglich sein“, sagte Clausen. Den Karnevalsauftakt an Rhein und Ruhr abzusagen, falle auch den Verantwortlichen in den Städten nicht leicht. „Aber klar ist: Mitten im Corona-Lockdown den Beginn der Karnevalssession mit vielen Menschen mit Helau oder Alaaf zu feiern, wäre ein Fehler.“

Die aktuellen Einschränkungen durch den Lockdown dienten dazu, so schnell wie möglich die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen, hieß es. „Und das geht nur, wenn wir alle unsere Kontakte verringern und uns solidarisch verhalten. Außerdem wollen wir die Menschen schützen, die besonders gefährdet sind“, erklärte Clausen. Es gehe darum, die Zahl der Corona-Infektionen zu senken, damit der jetzige Lockdown nicht in den Dezember hinein verlängert werden müsse.

(mba/AFP/epd)