Karfreitag 2019: Diese Bräuche und Verbote gibt es in NRW

Bekommt man über Ostern frische Brötchen? : Was an Karfreitag in NRW verboten ist

Mit dem Karfreitag beginnen die Osterfeiertage. Doch auch, wenn die freie Zeit viele in Feierlaune bringt, am sogenannten „stillen Feiertag“ sind viele Dinge nicht erlaubt. Die wichtigsten Verbote und Bräuche im Überblick.

Ostern steht vor der Tür, das bedeutet für viele vier Tage Urlaub. Wer das lange Wochenende aber mit einem Fest einstimmen möchte, der muss leider umplanen. Nicht umsonst wird der Karfreitag auch als „stiller Feiertag“ bezeichnet. An diesem Tag darf in NRW wie am Volkstrauertag und an Allerheiligen per Gesetz nicht gefeiert werden. Der Sinn der kirchlichen Feiertage wird jedes Jahr wieder neu diskutiert. Vor allem das Tanzverbot ist unter jungen Leuten umstritten.

Was ist an Karfreitag in NRW verboten?

Los geht es bereits am Gründonnerstag: Im NRW-Landesgesetz ist geregelt, dass es ab 18 Uhr still sein muss: es gilt ein öffentliches Tanzverbot. Offiziell darf es erst am Karsamstag ab 6 Uhr wieder lauter werden. Unter das Party-Verbot fallen ausdrücklich auch "alle nicht öffentlichen unterhaltenden Veranstaltungen außerhalb von Wohnungen".

Am Karfreitag selbst bleiben die Geschäfte zu, auch Wettbüros. Es dürfen außerdem keine Wochenmärkte, gewerbliche Ausstellungen, Briefmarkentauschbörsen, Zirkusaufführungen oder Volksfeste stattfinden. Das gilt ebenfalls für Sportveranstaltungen wie etwa der Bundesliga. Filme dürfen nur gezeigt werden, wenn sie vom Kultusministerium als geeignet anerkannt sind. Tatsächlich haben aber viele Kinos geöffnet. Auch Wohnungsumzüge sind in NRW an Karfreitag untersagt.

Das NRW-Gesetz weist zudem die Rundfunksender darauf hin, "auf den ernsten Charakter der stillen Feiertage Rücksicht zu nehmen".

Was ist an Karfreitag erlaubt?

Trotz der Einschränkungen muss niemand Karfreitag lesend oder vor dem Fernseher verbringen. Kunstausstellungen, Museen und Zoos dürfen auch an diesem Tag öffnen. Auch viele Schwimmbäder machen nicht zu. Auch einige Kinos haben geöffnet, zeigen aber wie erwähnt nur solche Filme, die vom Kultusministerium erlaubt wurden. Not-Apotheken, Tankstellen und auch Restaurants dürfen an Karfreitag öffnen. Wer Mama oder Oma ein paar Blümchen zum Kaffee mitbringen will, kann auch das tun. Allerdings dürfen Blumenhändler nur fünf Stunden lang öffnen. Das gleiche gilt auch für Bäcker.

Haben Bäckereien an Karfreitag geöffnet?

Auch auf frische Brötchen muss niemand verzichten. Bäcker dürfen in NRW an Karfreitag und Ostersonntag zu den üblichen Sonntagsöffnungszeiten frische Brötchen verkaufen. Das heißt: Betriebe, die eine Gaststättenkonzession haben, dürfen für fünf Stunden öffnen und Backwaren zum Verzehr in der Bäckerei verkaufen. An Ostermontag gilt allerdings doch ein Backverbot. Darauf sollte man sich beim Einkauf vorbereiten.

Was passiert an Karfreitag in Holland?

Sind diese Angebote nicht genug, empfiehlt sich eine kleine Spritztour in die Niederlande. Dort sind die Geschäfte in der Regel ganz normal geöffnet. In manchen Städten werden speziell an den Ostertagen Blumenmärkte abgehalten.

(ham)