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Umfrage in NRW: Jede fünfte Straße in Duisburg ist kaputt

Umfrage in NRW : Jede fünfte Straße in Duisburg ist kaputt

Wegen des milden Winters haben viele Kommunen in NRW deutlich weniger neue Schlaglöcher auszubessern als in den vergangenen Jahren. Das ergab eine Umfrage bei Großstädten in NRW. Trotzdem: In Duisburg sind 20 Prozent der Straßen in einem schlechten Zustand.

Auch auf den überörtlichen Straßen halten sich neue Frostschäden in Grenzen. Die Lage auf Autobahnen und Landesstraßen habe sich nach dem zweiten milden Winter in Folge nicht weiter verschlechtert, sagte ein Sprecher von Straßen NRW. In Duisburg hat die Stadt genau nachgezählt: Bisher seien knapp 800 Schlaglöcher gemeldet worden, deutlich weniger als im vergangenen Winter, als etwa 1800 Schäden gezählt wurden. Am maroden Zustand vieler Straßen in der Ruhrgebietsstadt hat sich aber nichts geändert. Etwa 20 Prozent der Straßen in Duisburg sind in einem schlechten oder sehr schlechten Zustand, wie eine Sprecherin der Stadt bestätigte. Wegen der angespannten Haushaltslage können nicht alle Schäden repariert werden.

Anders sieht die Situation in Düsseldorf aus: "Kein Vergleich zu harten Wintern", hieß es beim Amt für Verkehrsmanagement. Die wenigen neuen Schlaglöcher konnten von den eigenen Kontrolltrupps schnell repariert werden. In den vergangenen Jahren musste das Amt dagegen häufig kostspielige Reparaturaufträge an Baufirmen vergeben und dafür zusätzliches Geld beantragen. In Köln gibt es insgesamt 17 000 Schlaglöcher. Im vergangenen Jahr wurden neun Millionen Euro in die Beseitigung von Straßenschäden investiert.

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In Aachen gibt es trotz weniger neuer Löcher in den Straßen viel zu tun: "Wir haben noch relativ große Altlasten aus den Jahren der strengen Winter, sind mit dem Flicken bislang kaum nachgekommen", sagte eine Sprecherin. Auch in Essen hat der milde Winter kaum für Entlastung gesorgt. "Wir haben im Vergleich zu den Vorjahren etwa gleich viele Schäden", sagte Stadtsprecherin Tabea Knipp. Die Instandsetzung maroder Straßen koste die Stadt 4,2 Millionen Euro jährlich.

(dpa)