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Impfstudie in Siegen-Wittgenstein: Erneute Probleme blockieren den Start

Kinder ab 12 : Impfstudie zu jungen Menschen in Siegen-Wittgenstein vorerst blockiert

Die bereits verschobene Corona-Impfstudie zu jungen Menschen im Kreis Siegen-Wittgenstein steht weiter vor Problemen. Auflagen des NRW-Gesundheitsministeriums verhindern die Nutzung eines Impfzentrums in Siegen.

Die im Kreis Siegen-Wittgenstein geplante und bereits verschobene Corona-Impfstudie zu jungen Menschen steht weiter vor Problemen. Die Impfungen könnten nun doch nicht - wie ursprünglich beabsichtigt - im Siegener Impfzentrum des Landes Nordrhein-Westfalen stattfinden, erklärte der Kreis am Dienstagabend.

Als Hintergrund nannte er einen Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums, der am Abend „diverse Auflagen“ gemacht habe. Dazu zählten abgetrennte Bereiche mit „separatem Zugang zum Impfzentrum“ und auch die Absage, „das ärztliche und medizinische Personal der Kassenärztlichen Vereinigung Impfungen im Rahmen der Studie durchführen zu lassen“.

„Im Ergebnis müsste eine vollständige örtliche, organisatorische, finanzielle und personelle Trennung zwischen Impfzentrum und der Impfung im Rahmen der Studie erfolgen“, so der Kreis. Wegen der Auflagen könnten die Strukturen des Impfzentrums nun nicht für die Impfung von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren zur Verfügung gestellt werden.

Was das für die Zukunft des Forschungsvorhabens genau bedeutet, war zunächst allerdings unklar. „Wir werden nun innerhalb der Projektpartner über die weiteren Schritte beraten“, erklärte die am Projekt beteiligte Universität Siegen in der Mitteilung des Kreises.

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Bei dem Projekt sollen wissenschaftlich begleitet rund 30.000 Schüler ab zwölf Jahren und Studierende bevorzugt geimpft werden. Der Start war für Dienstag geplant gewesen. Am Montagnachmittag hatte die Kreisverwaltung ihn aber wieder abgesagt. Man habe den angekündigten Sondererlass des Gesundheitsministeriums bislang nicht in schriftlicher Form erhalten, hieß es dazu.

Das Ministerium hatte dann am Dienstagabend aber mitgeteilt, dass die Studie „aus Sicht“ des Hauses von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) starten könne. Zugleich wurden bestimmte Bedingungen formuliert.

(peng/dpa)