Immer weniger Sozialwohnungen in NRW „Tiefstand beim sozialen Wohnungsbau ist höchst alarmierend“

Düsseldorf · Der Bestand an Sozialwohnungen schrumpft weiter. Auch im vergangenen Jahr reichte in NRW die Zahl der neuen Wohnungen nicht aus, die aus der Preisbindung rausfallenden Wohnungen zu ersetzen.

In Nordrhein-Westfalen entstehen immer weniger Sozialwohnungen. (Symbolbild)

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

In Nordrhein-Westfalen gibt es immer weniger Sozialwohnungen. Der Bestand sank von Ende 2021 bis Ende 2022 um 7270 auf 435.025, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Caren Lay (Linke) hervorgeht. Die Zahl ist seit Jahren rückläufig.

Neu bewilligt wurden demnach 2022 in NRW 3631 Sozialwohnungen. Das sind 853 weniger als ein Jahr davor. Weil gleichzeitig deutlich mehr Wohnungen aus der Preisbindung rausfielen, nahm der Bestand unterm Strich ab.

Lay, die wohnungspolitische Fraktionssprecherin der Linken ist, sprach von einem Scheitern der Wohnungspolitik der Bundesregierung. „Der Tiefstand beim sozialen Wohnungsbau bei Neubau und Bestand ist angesichts ungebremst steigender Mieten und zunehmender Wohnungsnot höchst alarmierend“, sagte sie laut einer Mitteilung.

Bei Sozialwohnungen sind die Mieten staatlich reguliert. Nur Menschen, bei denen die Behörden einen besonderen Bedarf sehen, dürfen dort wohnen. Das gilt allerdings nur für eine bestimmte Zeit, danach können die Wohnungen normal am Markt vermietet werden. Die Dauer dieser Bindung ist in den Ländern unterschiedlich geregelt. Weil wenig neu gebaut wurde, schrumpft die Zahl der Sozialwohnungen seit Jahren.

(kag/dpa)