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Illegale Party mit etwa 100 Feiernden in ICE-Versorgungstunnel in Bad Honnef

An ICE-Strecke bei Bad Honnef : Polizei löst illegale Party mit etwa 100 Feiernden in Bahn-Versorgungstunnel auf

Bei einer Streifenfahrt fiel Polizisten in der Nacht zu Sonntag laute Musik auf – sie entdeckten kurz darauf eine Party in einem Versorgungstunnel der Bahn. Die war nicht nur illegal, sondern wegen möglicher Stromschläge und Zügen auch lebensgefährlich.

Die Bundespolizei hat eine illegale Party mit etwa 100 Teilnehmern in einem unterirdischen Versorgungstunnel an einer ICE-Strecke bei Bad Honnef aufgelöst. Dabei wurden Drogen wie Chrystal Meth, Amphetamine und Marihuana sichergestellt, wie die Beamten am Montag mitteilten. 36 Teilnehmer, darunter die beiden mutmaßlichen Organisatoren im Alter von 17 und 19 Jahren aus Köln, seien identifiziert worden.

Sie müssten mit hohen Bußgeldern rechnen, da sie gegen die Coronaschutzverordnung sowie teilweise gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen hätten, hieß es.

In der Nacht zum Sonntag seien Bundespolizisten bei einer Streifenfahrt durch laute Musik auf die Party aufmerksam geworden, hieß es. Mit Unterstützungskräften trafen die Beamten auf die rund 100 Menschen. Auch eine Musik und Lichtanlage sei aufgebaut gewesen. Demnach war in dem Tunnel bereits vor Wochen eine illegale Technoparty aufgelöst worden.

Die Polizei betonte, dass an solchen Orten Lebensgefahr durch Züge sowie Stromschläge herrsche. Bei dem Versorgungstunnel handele es sich um einen Schacht für Bau- und Wartungsarbeiten. Dieser sei aufgebrochen worden, sagte eine Polizeisprecherin.

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Und auch in Wuppertal musste die Polizei einschreiten: Dort haben die Beamten eine illegale Party in einem Bunker aufgelöst. Anwohner hatten sich zuvor über eine Ruhestörung beschwert. Polizisten hätten daraufhin 84 Feiernde in dem abgelegenen Gebäude angetroffen und kontrolliert, wie ein Polizeisprecher am Montag berichtete.

Nach ersten Erkenntnissen hatten diese sich über einen Messengerdienst zu der Party verabredet. Die Beamten leiteten mehrere Verfahren ein wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Infektionsschutzgesetz, die Abgabenordnung und wegen Hausfriedensbruchs. Die Musikanlage wurde sichergestellt.

Ein Mann wurde bei der Polizeiaktion am Freitagabend festgenommen, weil gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Im Anschluss habe die Feuerwehr den Bunker gegen ein erneutes Eindringen Unbefugter gesichert.

(felt/bora/dpa)