Illegale Liquids für E-Zigaretten: LKA warnt vor Gesundheitsgefahr

Erhebliche Gesundheitsgefahr : Landeskriminalamt warnt vor Liquids für E-Zigaretten

Illegale Liquids für E-Zigaretten können lebensbedrohliche Zustände auslösen, warnt das Landeskriminalamt NRW. Immer häufiger seien sie mit synthetischen Cannabinoiden oder K.O.-Tropfen versetzt.

In NRW sind mehrere Fälle bekannt geworden, in denen Menschen vom Notarzt behandelt werden mussten, nachdem sie diese Liquids konsumiert hatten, berichten die Ermittler. Eine exakte chemische Zusammensetzung der Liquids sei für den Konsumenten nicht zu erkennen und die Wirkung auf den Organismus nicht einschätzbar.

Laut Polizei ließen die Verpackungen der illegalen Liquids oft keine Rückschlüsse auf die Gefährlichkeit der Inhaltsstoffe zu. Häufig seien die Produkte sogar mit dem Hinweis versehen: "Not for human Consumption" (übersetzt: nicht für den menschlichen Konsum bestimmt). Die Wirkungen der künstlich hergestellten Cannabinoide ähneln denen von THC (Tetrahydrocannabinol), dem berauschenden Wirkstoff von Cannabis. Sie würden jedoch häufig viel stärker wirken.

In Nordrhein-Westfalen bestehe bei einigen Fällen der Verdacht, dass es sich bei der zugesetzten Substanz um GBL (Abkürzung für Gamma-Butyrolacton) handeln könnte, das als Droge konsumiert wird. Ein Nachweis im Blut der Geschädigten war bislang nicht möglich, da GBL im Körper schnell abgebaut wird, so die Polizei. Die Substanz könne nur ermittelt werden, wenn die E-Zigarette oder das E-Liquid untersucht werden können.

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