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Flugzeugabsturz im Sauerland: Identität der Leichenteile unklar - Piloten weiter vermisst

Flugzeugabsturz im Sauerland : Identität der Leichenteile unklar - Piloten weiter vermisst

Nach dem tragischen Unglück bei einer Luftwaffen-Übung über dem Sauerland gibt es noch keine endgültige Klarheit über das Schicksal der Insassen des abgestürzten Learjets. Eine Identifizierung von Leichenteilen steht noch aus.

"Wir werden sofort informiert, wenn es Ergebnisse der DNA-Untersuchung der Leichenteile gibt", sagte der Arnsberger Oberstaatsanwalt Werner Wolff am Donnerstag. Wann die Ermittlungen zum Unfallhergang abgeschlossen sind, konnte er nicht sagen. Er hoffe, dass es schnell gehe, sagte Wolff.

Inzwischen gibt es Hinweise darauf, dass die Piloten den fatalen Crash mit einem Eurofighter durch einen Flugfehler offenbar selbst verschuldet haben. Da bei dem Eurofighter der Außentank abgerissen sei, vermute man, dass die Privatmaschine zu dicht von unten an den Kampfjet herangeflogen sei, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Luftwaffe in Berlin. "Wir müssen natürlich den abschließenden Bericht abwarten, aber es wird in diese Richtung laufen."

Am Montagnachmittag war die private Maschine nach einer Kollision mit einem Eurofighter über Olsberg-Elpe mit zwei ehemaligen Militärpiloten im Cockpit abgestürzt. Die beiden Männer im Alter von 43 und 50 Jahren waren gemeinsam mit der Luftwaffe ein Manöver geflogen. Die Polizei geht davon aus, dass keiner der beiden überlebt hat. Unter anderem wurden am Wrack Leichenteile gefunden.

Unterdessen ringt das 550-Einwohner-Dorf Elpe bei Olsberg wieder um ein bisschen Alltag. Die letzten Trümmerteile auf einer Weide nahe einer Wohnsiedlung sind beseitigt, die Polizeiabsperrungen aufgehoben. Dennoch gebe es im Ort kein anderes Gesprächsthema, sagte Ortsvorsteher Willy Judith der dpa. In einem Gottesdienst am Samstagabend solle die Beinahe-Katastrophe im Ort noch einmal Raum einnehmen.

(lnw)