ICE-Schnellstrecke Köln-Frankfurt ab 18. November zweigleisig befahrbar nach Zug-Brand

Nach ICE-Brand bei Montabaur : Schnellstrecke Köln-Frankfurt ab 18. November wieder zweigleisig befahrbar

ICE Brand: Sperrung von A3 und Bahn-Strecke Köln-Frankfurt

Noch müssen sich Bahnreisende auf der Schnellstrecke Frankfurt-Köln in Geduld üben. Doch in rund drei Wochen soll es besser werden. Es könnte aber noch bis Anfang Dezember dauern, bis alles wieder reibungslos verläuft.

Nach dem Brand eines ICE bei Montabaur sollen ab dem 18. November auf der Schnellstrecke Frankfurt-Köln beide Gleise wieder zur Verfügung stehen. Wie die Deutsche Bahn am Freitag in Berlin mitteilte, kann es aber trotzdem noch zu leichten Verspätungen kommen, weil die Züge die Stelle zunächst noch nicht mit voller Geschwindigkeit passieren können. Ab Anfang Dezember sei die Strecke dann komplett wiederhergestellt, teilte das Unternehmen mit.

Bis zum 17. November sollen laut Bahn wie seit dem 20. Oktober je Richtung stündlich zwei ICE-Züge fahren. Dieses Fahrplankonzept gelte bis einschließlich 17. November weiter. Ab dem 5. November könnte es einzelne Verbesserungen für Fahrgäste zwischen Montabaur und Köln geben. Reisende sollten sich vor Fahrtantritt im Internet über den aktuellen Stand informieren.

Seit dem Unfall am 12. Oktober ist an der Stelle nur ein Gleis passierbar. Das führt seither zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen. Damals war ein Feuer in einem ICE ausgebrochen. 510 Fahrgäste wurden aus dem Zug gerettet, fünf Menschen erlitten leichte Verletzungen.

Betroffen von dem Feuer war vor allem das Gleis, auf dem der brennende Zug stand. Aber auch das Gegengleis wurde beschädigt. Die Bahn will zunächst das stark beschädigte Gleis sanieren, dort muss die Fahrbahn auf einer Strecke von 60 Metern erneuert werden. Wenn das fertig ist, sollen die Züge darüber fahren und die Experten wollen Schäden auf dem zweiten Gleis auf einer Länge von 14 Metern reparieren. Das solle alles bis 18. November fertig sein, danach könnten Restarbeiten zu geringen Fahrzeitverlängerungen führen. Ab Anfang Dezember rolle der Verkehr dann uneingeschränkt.

Wie es zu dem Feuer kommen konnte, sollten weitere Untersuchungen klären. Die Deutsche Bahn hatte beschlossen, alle 60 Züge der betroffenen Baureihe ICE 3 technisch zu überprüfen. Die Bahn unterstütze die Behörden bei der Ursachenermittlung. Die Untersuchungen könnten mehrere Wochen dauern.

(mba/dpa)
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